Zweite Eishockey-Liga

Hessenderby: Dienstag starten die Playoffs zwischen Frankfurt und Kassel

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Zum dritten Mal in Folge treffen die Löwen Frankfurt in den Playoffs auf den ewigen Rivalen Kassel Huskies. Am 13. März geht´s los.

Zum dritten Mal in Folge treffen die Löwen Frankfurt in den Playoffs auf den ewigen Rivalen Kassel Huskies. Am 13. März geht´s los.

Wer die Serie dieses Mal für sich entscheidet, ist natürlich klar. Oder etwa doch nicht? Die EXTRA TIPP-Mitarbeiter Marcel Ehrig aus Kassel und Uwe Lange aus Frankfurt wissen, warum ihr Team gewinnt.

Alles spricht für die Huskies

Die Kasseläner sind skeptisch, von Natur aus. Und wenn die Kassel Huskies nach einer durchwachsenen Hauptrunde gleich im Playoff-Viertelfinale auf die Löwen Frankfurt treffen, steigt die Skepsis ins Unermessliche. Nur Platz sechs in der Liga und zum Teil dürftige Leistungen in den letzten Wochen. Können die Huskies das schaffen? Ja, aber selbstverständlich! Während viele die Mannschaft kritisierten und ihr zuletzt die Qualität absprachen, ist es im Nachhinein doch offensichtlich: Die Schlittenhunde haben sich bloß geschont. Denn wenn es ernst wurde, waren die Huskies stets zur Stelle. So wie beim letzten Heimsieg. Gegen wen? Genau, gegen die Löwen Frankfurt (5:1).

Ohnehin ist die Bilanz der Huskies gegen die Frankfurter in der abgeschlossenen Hauptrunde positiv. Drei Siegen steht nur eine Niederlage gegenüber. Und wenn man jetzt noch abergläubisch wäre, was ja für gewöhnlich jeder Sportler ist, wird der Huskies-Erfolg noch wahrscheinlicher. 2016 holten die Kasseler die Meisterschaft und schalteten Frankfurt mit 4:0 in der Serie aus. 2017 revanchierten sich die Löwen, schafften den Sweep und wurden Meister. Dieses Jahr ist Kassel wieder an der Reihe, das ist so klar wie das „Rama-Lam-Ding-Dong“ nach einem Huskies-Tor. Das letzte Spiel gegen Bietigheim weckte zudem schöne Erinnerungen – trotz Niederlage. Denn in der Meisterschaftssaison ging das letzte Spiel ebenfalls verloren, die Huskies landeten nach der Hauptrunde auf Rang vier und im Viertelfinale gab es den schon zuvor erwähnten 4:0 Sieg in Serie. Kein Wunder also, dass während des Spiels gegen Bietigheim in der Kasseler Eissporthalle getuschelt wurde: „Die verlieren doch mit Absicht, weil sie gegen Frankfurt spielen wollen.“ Na klar, das ist der Plan und am Ende steht der Titel für die Huskies – genau wie 2016.

Die Löwen werden sich durchsetzen

Mit Rang drei schloss der amtierende Zweitliga-Champion die Hauptrunde ab, um in den folgenden Playoffs wie schon 2016 und 2017 auf die Kassel Huskies zu treffen. Mehr wäre für die Löwen sicherlich möglich gewesen, aber der Sturm an die Spitze blieb den Südhessen durch eine Schwächeperiode Anfang 2018 versagt. Mit einem breiten Grinsen schaut man jetzt zum ewigen Rivalen aus dem Norden, der allerlei Rechenbeispiele bemüht, um sich vor der anstehenden Best-of-Seven-Serie den wohl notwendigen Optimismus und Mut zu holen.

„Statistik ist etwas für Verlierer!“ hatte einst Uli Egen, der Ex-Trainer der Schlittenhunde in einer ähnlichen Situation zu Protokoll gegeben. Und der 62-fache Nationalspieler sollte nicht nur mit diesem Statement Recht behalten. „Die Löwen schlägt kein Team dieser Liga gleich viermal in vierzehn Tagen“, weist Stürmerstar Brett Breitkreuz kurz vor dem Start der Serie auf den Modus hin, der eben genau dies fordert, dem in der Tiefe so exzellent besetzten Kader des Meisters aber entgegenkommt. Der bekam schon vor mehreren Wochen eine kleine Frischzellen-Kur verpasst und wurde mit gleich vier Neuzugängen aufgepäppelt, die sich ich in aller Ruhe und ohne Ergebnis-Not einspielen konnten, um auf den Punkt fit zu sein.

Im Gegensatz zu den Huskies, die mit Last-Minute-Einkäufen der Unruhe nach vielen schwachen Auftritten bei den eigenen Fans begegnen wollten, nachdem deren Bester James Wiesniewski zur Olympia-Pause den Verein verließ. Dazu kommt: Kassel verspielte im letzten Moment das lukrative Heimrecht in den Playoffs. Das und noch viel mehr sind Gründe, weshalb am Ende nicht nur diese Playoff-Serie gewonnen wird, sondern der Titel nach Frankfurt geht – genau wie 2017!

Fotos: Löwen zu Gast in der Apfelwein-Botschaft

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