Frankfurter siegen 5:1 gegen Selb

Löwen wieder an der Spitze

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Frederik Gradl erzielt das 5:1 für die Frankfurter Löwen.

Frankfurt - Zurück an die Tabellenspitze der Aufstiegsrunde zur Liga Zwei katapultierten sich die Löwen Frankfurt durch einen überzeugenen Auswärtssieg bei den Selber Wölfen. Von Uwe Lange

Beim Meister der Oberliga-Süd gab es einen klaren 5:1 (1:1, 3:0, 1:0) Erfolg vor gut 2000 Besuchern, darunter fast 500 stimmungsvolle Fans aus der Mainmetropole. Die Franken gingen zwar früh in Führung, doch Löwen-Flügelflitzer Richie Mueller hatte schnell die passenden Antwort. Im zweiten Drittel setzte sich Tempo und Klasse der Frankfurter durch, die vorentscheidend auf 4:1 durch die Treffer von Marc Wittfoth, Marc Schaub und Clarke Breitkreuz davonzogen. Im letzten Abschnitt war es dem jüngsten Löwen-Akteur Fredi Gradl vorbehalten, ein Ausrufezeichen zu setzen, als er in Überzahl ins Gehäuse der Gastgeber traf. Für ihn freute sich Löwen-Coach Tim Kehler besonders: „Fredi hatte zwei Drittel aus taktischen Gründen auf der Bank verbracht, kommt dann rein und macht sofort sein Tor!“ Der Kanadier selbst musste eine neue Erfahrung in seinem jungen Eishockey-Leben machen, als die glückseligen Fans aus Hessen ihn erstmalig zu seiner persönlichen Ehrenrunde baten: „Ich habe doch noch gar nichts geleistet, unserem großen Ziel Aufstieg sind wir heute nur ein Stück entgegen gegangen“, blieb der stets eloquente Löwen-Bändiger in der Stunde des Erfolgs wie immer bescheiden.

Es war ein Riesenschritt zur DEL2

Auch die beiden mitgereisten Gesellschafter Stefan Krämer und Andreas Stracke demonstrierten mit ihrer Präsenz die Wichtigkeit dieser und der folgenden Begegnungen: „Das war ein Riesen-Schritt zur DEL2 heute und nun freue ich mich auf das Spitzenspiel am Sonntag zuhause, wenn der Erste auf den Zweiten trifft“, wies der Langener Löwen-Geschäftsführer Krämer sofort wieder pragmatisch auf die folgende Aufgabe hin. Sein Pendant Andreas Stracke, der bei den Frankfurtern den Bereich Marketing und Sponsoring verantwortet, schloss sich seinem Vorredner sofort an: „Nun erwarte ich eine Riesen-Kulisse am Sonntag (18.30 Uhr) und die lautstarke Unterstützung der Fans für unser Team.“ Die wird auch notwendig sein, um sich gegen die Überraschungsmannschaft der Aufstiegsrunde aus Freiburg durchzusetzen, die den Löwen bislang die einzige Saison-Niederlage in der regulären Spielzeit beibrachte. Die junge Truppe aus dem Breisgau besiegte am Freitagabend den Noch-Zweitligisten aus Crimmitschau fast sensationell mit 5:2 und ermöglichte so den Löwen-Sprung an die Spitze des Klassements.  Viele Experten hatten dies den Wölfen nicht zugetraut und ihren Erfolg gegen Frankfurt zunächst als „Eintagsfliege“ eingestuft. Nachdem die Freiburger aber nun gleich vierfach Erfolge feierten, ist dies nicht mehr alleine unter die Rubrik „Glück“ einzustufen, zumal die Teams, die nach den Löwen auf die Jungs von Coach Alexej Sulak trafen, hätten gewarnt sein müssen. Kein Experte muss man sein, um errechnen zu können, dass der Sieger aus der Spitzen-Partie von Freitag schon in der kommenden Woche den ersten Matchball zum Aufstieg schlagen kann.

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