Wieder Sieg für die Frankfurter

Löwen schicken Huskies ohne Punkte wieder heim

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Tor zum 1:1 für die Löwen: Kai Kristian von den Kassel Huskies (Mitte) mit Löwens Torschützen Chris Stanley.

Frankfurt - Im Gegensatz zu Otto Normalverbraucher ist das Weihnachtsfest für Eishockey-Profis kein Fest der Ruhe und Besinnlichkeit. So standen für die Spieler der Löwen Frankfurt gleich drei Matches in nur vier Tagen auf dem dichtgedrängten Programm. Von Uwe Lange

Statt leckerer Gans, Klößen und Rotkohl gab es am zweiten Feiertag eine weitere Begegnung der Meisterrunde, die das Team des kanadischen Trainers Tim Kehler nach Herne führte. Mit einem hart und lange Zeit umkämpften 5:2-Erfolg beim dortigen EV kehrten die mainischen Kufen-Cracks erst nachts um ein Uhr aus dem Ruhrpott zurück, um schon am selben Abend wieder das Eis zu betreten. Das große und ewig junge Hessen-Derby gegen die Kassel Huskies lockte mehr als 5.600 gespannte Fans an den Ratsweg, darunter gut 300 Fans aus Nordhessen, die auf den ersten Sieg im Punktspielbetrieb nach zwei Niederlagen gegen den südhessischen Rivalen hofften.

Kurzzeitige Führung für die Huskies

Beim 2:1 (0:0/2:1/0:0) trafen für die Heimmannschaft Chris Stanley und Patrick Schmid jeweils in Überzahl, während auf der Gegenseite der Ex-Löwe Branislav Pohanka zur kurzzeitigen 1:0-Führung für die Schlittenhunde erfolgreich war. Beide Teams konnten sich bei ihren Torhütern für das knappe Ergebnis bedanken, da diese tollste Chancen mit großartigen Paraden zunichtemachten. Björn Linda im Löwen-Trikot zeigte dabei wohl sein bestes Spiel seitdem er in Frankfurt ist und wurde zum gefeierten Matchwinner. Coach Tim Kehler konnte im Gegensatz zum Donnerstags-Match in Herne wieder auf seinen Top-Scorer Nils Liesegang zurückgreifen, der dort ein Spiel aussetzen musste, da er sich in Unna eine Spieldauerstrafe eingefangen hatte. Kassel kam mit der Empfehlung eines klaren 6:1 Sieg gegen den Mitfavoriten aus Duisburg an den Main, bei dem die Huskies mit drei Toren in Überzahl geglänzt hatten. Kehler hatte seine Schützlinge deshalb gewarnt, von der Strafbank fernzubleiben, selbst „aber hart und physisch über die vollen 60 Minuten zu arbeiten“.

Frankfurter überließen Kasseler keinen Zentimeter Eis

Die beiden wohl stärksten Teams der Oberliga boten dann auch allen Besuchern das, was die vielen Fans im Vorfeld erwarteten: Schnelles, temporeiches und dynamisches Hockey, das keine Sekunde zum Luftholen lies und auf Zweitliga-Niveau stattfand. Der Spitzenreiter aus Frankfurt überließ seinem Verfolger aus Nordhessen keinen Zentimeter Eis, sah keinen Grund den Wunsch von Husky-Trainer Jürgen Rumrich „wir wollen unbedingt Revanche, denn das 2:6 im Hinspiel hat bei uns schon Spuren hinterlassen“ zu erfüllen. Der war auch anschließend durchaus zufrieden „mit der Leistung meines Teams, wenn auch nicht mit dem Ergebnis, da wir die Löwen wieder nicht bezwingen konnten.“ Am heutigen Sonntag fahren die Frankfurter zur Überraschungsmannschaft der Endrunde, den Eisbären aus Hamm, die unerwartet auf Platz zwei der Tabelle rangieren. Egal wie dieses Spiel ausgehen wird, der Verlierer hat die Chance zur direkten Revanche am kommenden Freitag (19.30 Uhr) in der Frankfurter Eissporthalle.

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