Frankfurter gewinnen 8:3 gegen Essener

Löwen lassen Moskitos nicht stechen

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Essens Marcel Krzyzyk und Löwe Marc Schaub im Kampf um den Puck.

Frankfurt - Auch am Westbahnhof in Essen blieben die Frankfurter am Freitagabend im zwölften Spiel in Folge ohne Punktverlust und behielten mit dem 8:3 (3:0/1:2/4:1) den „Platz an der Sonne“ und somit die souveräne Tabellenführung. Von Uwe Lange

Das Spiel war praktisch schon nach 17! Sekunden entschieden, als Norman Martens mit dem frühen 1:0 seine Farben in Führung brachte, die Frankfurts´ Jungstar Marc Schaub mit zwei weiteren Treffern bis zur siebten Minute ausbaute. Im zweiten Drittel ließen die Löwen einige Stiche der Moskitos zu, bevor sie im letzten Abschnitt erneut ihre Mückennetze auspackten, in denen sich die Mannen um den ehemaligen Löwen-Akteur und heutigen Essener Kapitän Jan Barta wieder und wieder verfingen. Fünf Tage nach dem grandiosen 5:1 Derby-Erfolg der Löwen in Kassel hatte Frankfurts´ Coach vor der Begegnung auch um die Gefahr solcher Ergebnisse, gerade im darauf folgenden Match, deutlich hingewiesen: „Wir müssen nach dem souveränen Derbysieg nun in Essen einen ähnlich starken Auftritt folgen lassen, um somit unsere Leistungen dauerhaft zu bestätigen“ sprach der 42-jährige Kanadier und hob vor der Auswärtspartie im Ruhrpott warnend den Zeigefinger.

Unzufriedenheit nur im zweiten Drittel

So war er auch nur mit der Leistung im zweiten Drittel etwas unzufrieden, „zu Beginn und dann wieder am Ende zeigten wir unsere vorhandenen Möglichkeiten.“ Am Sonntag (18.30 Uhr) kommt es am heimischen Ratsweg zur Begegnung mit dem Schlusslicht aus Neuss, deren lupenreine Amateurmannschaft von uneinsichtigen Verbandsfunktionären eher unfreiwillig in die Oberliga gehievt wurde. Deren charismatischer Enter-Trainer Uwe Malz sieht der erwarteten Packung fast gelassen entgegen: „Wann bekommt man denn schon einmal kostenlos eine Trainingsstunde von Profis vor großer Kulisse geschenkt? Wir fahren dann eben mit dem Tourenwagen gegen die Formel-1-Piloten der Löwen“ sucht die Krefelder Frohnatur bildhaft nach positiven Aspekten dieser unsinnigen Vergleiche.

Würdiger Rahmen für Gäste aus Düsseldorfer Vorstadt

Auch die stets sportlich fairen Fans vom Main haben sich in Abstimmung mit den Löwen-Verantwortlichen einige Überraschungen ausgedacht, um den Gästen aus der Düsseldorfer Vorstadt einen würdigen Rahmen zu geben, der die zu erwartenden mehr als 20 Gegentore etwas freundlicher gestalten soll. Malz weiß dies zu schätzen: “Die Solidarität unter den Fans ist einzigartig, ich habe jetzt schon eine Gänsehaut mit dem Wissen um die geplanten Aktionen“, spielt er auf die namentliche Vorstellung seiner Kufencracks auf der Videowand an, die bislang noch keinem Gast in Frankfurt zu Teil wurde. „Das Spiel wird hoch und runter gehen, für uns jedoch meistens runter“, gibt sich der Neusser Trainer nach der 0:21 Niederlage im Hinspiel keinen wirklichen Illusionen hin.

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