9:2 Sieg gegen Hamm

Eishockey-Löwen gewinnen erfolgreich

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Löwen-Trainer Tim Kehler trifft Sonntagabend im Heimspiel auf die Königsborner Bulldogs, die von seinem Vorgänger Frank Gentges trainiert werden.

Frankfurt - Nur fünf Tage nach dem knappen 5:4 Heimerfolg gegen die Eisbären aus Hamm mussten die Löwen Frankfurt schon wieder zum Rückspiel in Westfalen antreten. Von Uwe Lange

Mit dem 9:2 (4:2/2:0/3:0) ging auch der zweite Vergleich für das Team von Coach Tim Kehler positiv aus. Die Löwen gingen vorgewarnt von der Heimstärke der runderneuerten Eisbären ins Spiel, die ja schon in Frankfurt dem Favoriten über 60 Minuten eindrucksvoll Paroli boten. Für die Jungs vom Main, die kurzfristig auf ihren Kapitän Stephan Kreuzmann verzichten mussten, trafen vor gut 1.000 Besuchern Patrick Schmid, Roland Mayr, Pascal Schoofs, Richard Mueller, Marc Wittfoth, Norman Martens und der alles überragende Chris Stanley (3) ins vom Ex-Löwen Christian Wendler gehütete Hammer Gehäuse.

Ton wurde rauher beim Training

Nachdem Löwen-Coach Tim Kehler mit dem sonntäglichen Heimspiel trotz des Sieges überhaupt nicht zufrieden war, hatte er in den Trainingseinheiten der Woche deutlich die Zügel angezogen. Auch der Ton wurde etwas rauher, wenn Tempo und Passgenauigkeit im Team wieder einmal nicht stimmten. „Ich erwarte Leidenschaft und Engagement über die volle Dauer eines Matches und nicht nur für gut 20 Minuten“ ließ der Kanadier keine Zweifel an seiner Siegesmentalität aufkommen. Sein Vorgänger auf dem Frankfurter Trainerposten Frank Gentges , hatte sich zunächst für das Match im nur 20 km entfernten Hamm als Spion angesagt, sind seine Königsborner doch der folgende Gegner des Löwen-Rudels am heimischen Ratsweg.

Gentges will sich den Tag nicht verderben

Doch mit dem ihm so eigenen markanten Worten ließ er sich dann am Ende entschuldigen und blieb kurzfristig dem mehr als gelungenen Auftritt der Löwen fern: „Ich schaue mir keine anderen Oberliga-Spiele an, mir genügt es, wenn ich mir jedes Wochenende unser Geschubse antun muss!“ verspürte Gentges wenig Lust, sich den freien Tag zu „verderben“. Zuvor hatte er schon seinem ehemaligen Team vor dem ersten Spieltag vorzeitig und früh zur Meisterschaft gratuliert, da „die Löwen mit Sicherheit in die Zweite Liga aufsteigen werden, da sie in der Oberliga absolut konkurrenzlos sind“.

Ex-Trainer gibt Fehler zu

Auf die vergangenen Monate am Main befragt, wird der stets polarisierende „Familienmensch Gentges“ aber auch selbstkritisch: „Klar habe ich in Frankfurt auch Fehler gemacht, den Einen oder Anderen zu hart angepackt.“ Mehr als einige Emotionen werden somit beim Match gegen seine Bulldoggen hochkochen, da es einige Spieler des Frankfurter Kaders ihrem alten Coach „zeigen“ möchten und der wiederum beweisen will, welche Team-Qualitäten er mit wenigen finanziellen Mitteln zu formen in der Lage ist. Dem aktuellen kanadischen Übungsleiter der Löwen ist dies bewusst und Tim Kehler weiß ob der Bedeutung dieser Begegnung (Sonntag, 18.30 Uhr), die für ihn aber unbedingt „mit weiteren drei Punkten auf der Habenseite enden soll.“

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