An der Eintracht wird gebastelt: Top-Spiel in Braunschweig

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Über Theofanis Gekas wird viel spekuliert. Gegen Braunschweig will er wieder den Ball ins Visier nehmen.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt ringt um eine klare Linie. Sowohl auf als auch neben dem Spielfeld geht‘s darum, Unklarheiten zu beseitigen und zielgerichteter aufzutreten. Auf dem Spielfeld muss eine spielerische Steigerung her und neben dem Platz eine abschließende Planung für den Kader. Damit könnte man auch am Sonntag beim Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig erfolgreicher sein.

Diese Woche hat‘s ein Treffen mit Mittelstürmer Aristide Bancé gegeben. Immer wieder wird betont, es sei rein informativ gewesen. Bancé würde aber ins Anforderungsprofil eines bulligen Mittelstürmers passen, der noch gesucht wird. Auch wenn der Kicker aus Bukina Faso bei seinen Gastspielen bei Mainz 05 und Kickers Offenbach durch seine Disziplinlosigkeiten gespickt mit Roten Karten aufgefallen ist. Würde Bancé kommen, müsste Gekas gehen. Der Grieche war nach der vergangenen Saison als Chancentod in Ungnade gefallen. Doch nach seinen beiden Treffern im Pokal gegen Halle gilt er wieder als Angreifer Nummer eins.

Auch Mittelfeldspieler Caio will man abgeben. Doch den will niemand. Auch deswegen, weil er bei einem anberaumten Wechsel zur vergangenen Winterpause zu Dynamo Moskau durch den Medizincheck fiel. Also warum hoffen, dass jemand diesen Spieler verpflichten will? Und damit spitzt sich das Problem zu, dass man eigentlich noch ein paar Spieler abegeben muss, auch um Geld zu sparen. Trainer Veh hat bereits angekündigt, dass er keinen Spieler benennen wird, auf den er unbedingt verzichten kann. Bestes Beispiel: Verteidiger Georgios Tzavellas. Den würde man bei einem entsprechenden Angebot wohl ziehen lassen. Veh wird das nicht forcieren, er würde einen Leistungsträger verlieren.

Auf dem Platz fehlt ebenfalls noch die klare Linie. Vielleicht weil die Ruhe im Kader noch nicht da ist, vielleicht weil zu viele Spieler die frustierende Rückrunde der vergangenen Saison im Kopf haben. Aber vielleicht liegt es nur daran, dass die Mannschaft sich noch nicht gefunden hat. Gerade das war ein Vorwurf im Umfeld des letzten Arbeitgebers von Trainer Armin Veh: Eine eingespielte Formation hätte sich beim HSV nie finden können, weil mal so mit den Spielern und dann wieder völlig anders mit anderen Spielern aufs Feld gegangen wurde. Am Sonntag geht‘s ab 13.30 Uhr gegen Eintracht Braunschweig. Der Aufsteiger profitiert von der Euphorie der vergangenen Saison. Die Truppe von Torsten Lieberknecht ist nach zwei Auftaktsiegen derzeit Tabellenführer in der Zweiten Liga. Mit einem Unentschieden würde die Eintracht nicht unzufrieden sein.

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