Mitgliederversammlung bei der SGE

Umsatz von Eintracht Frankfurt ist erstmals über 100 Millionen Euro

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Eintracht Präsident Peter Fischer auf der Mitgliederversammlung.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt wird in dieser Saison erstmals die Umsatzgrenze von 100 Millionen Euro knacken. Dies kündigte Vorstandschef Heribert Bruchhagen am Montag auf der Mitgliederversammlung des Vereins an.

Demnach rechnet der hessische Fußball-Bundesligist am Ende der Spielzeit 2015/16 mit einer Umsatzsteigerung von 88 Millionen auf 103 Millionen Euro. Zudem peilen die Frankfurter einen Gewinn von 3,2 Millionen Euro nach Steuern an. Das Eigenkapital soll auf acht Millionen Euro wachsen.

Obwohl es in den vergangenen zwölf Monaten sportlich nicht rund lief, konnte die Eintracht ihre Mitgliederzahl um 5000 auf über 35 000 steigern. Dies entspricht einem Wachstum von 17 Prozent - damit waren die Hessen 2015 Bundesliga-Spitze. Seit 2012 (15 000) wurde die Zahl der Mitglieder sogar mehr als verdoppelt. Bruchhagen, der sein Amt am Ende der Saison abgibt, wurde auf der Versammlung zum lebenslangen Eintracht-Mitglied ernannt.

Auch der Gesamtverein konnte sich finanziell konsolidieren. Das Vereinsvermögen der Eintracht e.V. stieg auf knapp eine Million Euro. Die Verbindlichkeiten belaufen sich trotz der um 600 000 Euro auf jährlich 2,7 Millionen Euro erhöhten Zuwendung der Fußball AG allerdings weiterhin auf knapp 10,5 Millionen Euro.

Herthaner Ben-Hatira und Regäsel wechseln zum Main

Ein paar Stunden vor der Mitgliederversammlung hatte die Eintracht kurz vor Schluss der Transferperiode doch noch Verstärkung für seine Problempositionen geholt. Die Hessen verpflichteten am Montag Änis Ben-Hatira und Yanni Regäsel vom Bundesliga-Rivalen Hertha BSC. Der 27-jährige Offensivmann Ben-Hatira kommt bis zum Saisonende an den Main und ist eine Option für die linke Außenbahn. Rechtsverteidiger Regäsel unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.

Der 20 Jahre alte Junioren-Nationalspieler, der in dieser Saison sechs Bundesligaspiele für die Berliner absolvierte, sollte eigentlich erst in der Sommerpause nach Frankfurt wechseln. "Nun hat sich die Gelegenheit ergeben, diesen Transfer schon vorzuziehen. Damit hat Yanni genügend Zeit, sich hier einzuleben und sich zu integrieren", sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner.

Von Ben-Hatira verspricht sich die Eintracht eine Belebung des Offensivspiels. "Er ist erfahren und variabel einsetzbar, am liebsten spielt er auf der linken Seite. Mit ihm haben wir eine weitere, gute Alternative", begründete Hübner die Verpflichtung des Deutsch-Tunesiers.

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