SGE will Offensiv-Dominanz ausbauen

Eintracht: Bloß nicht auch Stuttgart stark machen

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Eintracht-Stürmer Haris Seferovic durchläuft gerade eine Durststrecke. Gegen den VfB Stuttgart könnte er Räume haben, um mal wieder einen Treffer beizusteuern

Frankfurt - Die SGE hat doppelt so viele Treffer wie der Tabellenletzte aus Stuttgart erzielt. Und trotzdem gibt es eine Serie gegen schwächere Teams, die heute beendet werden soll. Von Axel Grysczyk

Auch noch das: Ex-AußenministerJoschka Fischer, bekennender Eintracht-Fan ist genervt von seinem Lieblingsclub, „Dieses Rauf und Runter, mal im Mittelfeld, dann wieder abstiegsbedroht, das nervt“, sagt er in einem Interview mit der Fußballzeitschrift „Elf Freunde“. Er würde so gerne die SGE weiter oben sehen, aber dafür fehlen wohl die Möglichkeiten. Fischer spricht da ein Luxus-Problem der Adler an: Denn die Truppe ist einfach zu stark, um noch einmal in die Nähe der Abstiegszone zu kommen. Sie ist aber zu unbeständig, dass sie noch einmal ins Rennen um die Euro-League-Plätze eingreifen kann.

Eintracht baut gerne schwächere Teams auf

Es droht Langeweile für die restliche Saison. Das wird Eintracht-Trainer Thomas Schaaf  zu verhindern wissen. Gerade am heutigen Nachmittag spielt die Eintracht eine entscheidende Rolle. Holt sie keinen Punkt beim Tabellenletzten in Stuttgart, greift sie ins Rennen um einen Nichtabstiegsplatz ein. Diesen Vorwurf will man sich nicht gefallen lassen. Zumal die Eintracht eine Serie beenden will, die ihr wahrscheinlich den Euro-League-Anspruch gekostet hat: In regelmäßigen Abständen verlor sie gegen schwächere Teams und baute diese Mannschaften wieder auf. So geschehen in diesem Jahr in Freiburg (1:4), in Mainz (1:3) und zuletzt in Köln (2:4). Das soll in Stuttgart unbedingt vermieden werden. Die Vorzeichen stehen gut.

Stefan Aigner ist wieder an Bord

Stefan Aigner  ist wieder fit, bei Carlos Zambrano  steht noch ein leichtes Fragezeichen. Alle anderen Stammkräfte sollten in Stuttgart auflaufen. Dort treffen Welten aufeinander. Alex Meier  traf in der Fremde schon sieben Mal – das sind mehr Tore, als Stuttgart zuhause insgesamt erzielte (sechs Treffer). Bester Torschütze der Schwaben ist derzeit Stürmer Martin Harnik  mit fünf Treffern. Der Österreicher kehrt nach seiner abgesessenen Rotsperre wieder in die Stevens-Elf zurück. Die Schwaben sind seit insgesamt neun Spielen sieglos. Zum Vergleich: Die Eintracht hat mit 48 Toren exakt doppelt so oft getroffen wie die Stuttgarter. Aber: Der VfB hat nur 45 Gegentreffer zugelassen, die Eintracht schon immerhin 49 Tore.

Valdez-Einsatz bleibt offen

Für den neutralen Zuschauer ein Fest: Die drittschlechteste Defensive trifft auf die viertschlechteste Hintermannschaft der Liga. Wenn die Stuttgarter überhaupt noch das Ruder herumreißen und den Abstieg verhindern wollen, dann müssen sie heute gewinnen. Denn am nächsten Spieltag reist der Tabellenletzte nach Wolfsburg, am darauf folgenden Spieltag empfängt der VfB daheim die in der Rückrunde erstarkten Bremer. VfB-Trainer Huub Stevens  wird seine Jungs also extrem heiß machen. Zumal mit dem Holländer und Thomas Schaaf zwei alte Hasen aufeinander treffen. Mit Schaaf (504 Partien) und Stevens (359) stehen sich die beiden Übungsleiter mit den aktuell meisten Bundesligaspielen an der Seitenlinie gegenüber. Ob gegen Stuttgart auch Traum-Comebacker Nelson Valdez  Einsatzzeit bekommt, ist noch offen. Er fühle sich von Tag zu Tag besser, ist aber noch lange nicht bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit, heißt es aus dem Umfeld der Eintracht.

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