Frankfurt in Topbesetzung

Eintracht hat "richtig Bock" auf Porto-Spiel

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Bastian Oczipka (l.) & Co. sind heiß aufs Spiel in Porto.

Porto - Europapokal statt Abstiegskampf! Eintracht Frankfurt will international weiter für Furore sorgen. Dafür setzt Trainer Armin Veh anders als zuletzt in der Liga auch wieder auf sein bestes Personal.

Keine Angst vor großen Namen! Anders als in der Bundesliga streicht Eintracht Frankfurt auf der internationalen Bühne gegen die Topclubs nicht bereits im Vorfeld die Segel. Während Trainer Armin Veh zuletzt in der Liga in den Spielen bei Bayern München und in Dortmund sein bestes Personal schonte, werden die Hessen an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Kabel Eins und Sky) im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde beim 27-fachen portugiesischen Meister FC Porto in Bestbesetzung antreten. „Es gibt nichts Schöneres, als international dabei zu sein“, sagte Veh mit Blick auf die Partie im Estádio do Dragão voller Vorfreude.

Zwar liegt der Fokus bei den Frankfurtern nach wie vor auf dem Klassenverbleib in der Bundesliga, doch rund um die beiden richtungsweisenden Heimspiele gegen Werder Bremen am Sonntag und eine Woche später gegen den VfB Stuttgart wollen die Hessen international für Furore sorgen. „Das wird ein Highlight-Spiel. Darauf hat jeder richtig Bock“, sagte Außenverteidiger Bastian Oczipka.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen gab sich am Mittwochvormittag vor dem Abflug mit der Sondermaschine „Offenbach“ gelassen. „Es gibt keine Anspannung, das ist absolute Entspannung“, sagte Bruchhagen, „die K.o.-Runde in der Europa League ist für uns die absolute Kür.“

Die klaren Niederlagen gegen die beiden deutschen Topclubs haben sie am Main längst abgehakt, Verantwortliche und Spieler denken lieber an die vielversprechenden Auftritte in der bisherigen Europa-League-Saison. Als Gruppenerster marschierte die Eintracht in das 1/16-Finale, so dass sie im entscheidenden Rückspiel in einer Woche sogar den Vorteil des Heimrechts genießt.

Doch zunächst einmal geht es für den Zwölften der Bundesliga darum, sich beim Tabellenzweiten der portugiesischen Liga eine gute Ausgangslage zu verschaffen. An Bord war deshalb auch alles, was bei den Frankfurtern Rang und Namen hat. Sebastian Rode und Carlos Zambrano, beide in Dortmund zur Schonung nicht im Kader, flogen ebenso mit in die rund 238 000 Einwohner große Hafenstadt wie die zuletzt verletzten Pirmin Schwegler, Tranquillo Barnetta und Johannes Flum. Der Einsatz von Kapitän Schwegler, den eine schmerzhafte Rippenverletzung plagt, wird sich aber erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden.

Neue Bilder: Highlights aus Europas Fan-Choreos

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Ungeachtet der Sorgen um den Schweizer herrschte bei den Hessen große Zuversicht. „Wer in Leverkusen 1:0 gewinnen kann, der ist auch in der Lage, in Porto ein Ergebnis zu erzielen, das uns im Rückspiel alle Chancen lässt“, sagte Bruchhagen.

Favorit bleibt aber der FC Porto, der in der Champions League nur knapp Atlético Madrid und Dortmunds Achtelfinal-Gegner Zenit St. Petersburg den Vortritt lassen musste. „Jetzt wollen wir in der Europa League eine gute Figur abgeben“, kündigte der kolumbianische Stürmerstar Jackson an.

Erfolge hat der Club auch dringend nötig, liegt der Serienmeister in der Liga doch bereits vier Punkte hinter Spitzenreiter und Erzrivale Benfica Lissabon zurück. Trainer Paulo Fonseca ist deshalb nicht unumstritten. Im Dezember 2013 riss zunächst eine Ligaserie von 53 Spielen und 671 Tagen ohne Niederlage, dann drückte das Aus in der Champions League beim zweifachen Königsklassen-Champion auf die Stimmung. „Wir müssen unsere Fans wieder begeistern“, forderte Coach Fonseca daher vor dem Doppelpack gegen die Eintracht.

dpa

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