Die vier wichtigsten SGE-Neuzugänge

Neue Eintracht-Spieler: Wer überzeugte, wer enttäuschte?

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Hier die beiden Neuzugänge Lukas Hradecky und Stefan Reinartz (von links) im Spiel gegen Wolfsburg.

Frankfurt - Länderspielpause für die Eintracht. Zwölf Bundesligapartien und zwei Pokalspiele sind absolviert. Zeit für einen ersten Blick auf die Neuen mit dem Adler auf der Brust. Welcher Kicker verstärkt die SGE und wer enttäuschte bisher? Von Oliver Haas

Die brisanteste SGE-Neuverpflichtung der neuen Saison war die auf der Torwartposition. Kevin Trapp hinterließ nach seinem Wechsel zu Paris Saint Germain große Fußstapfen im Tor der Hessen. Bereits jetzt ist klar: Der von Bröndy IF für läppische 1,25 Millionen Euro verpflichtete Lukas Hradecky hat die Erwartungen mehr als erfüllt. Mit finnischer Ruhe strahlt er Sicherheit im Tor aus. Der Leistungsträger hat der Eintracht schon reichlich Punkte festgehalten. Vor allem im Spiel eins gegen eins ist er bärenstark. Nicht auszudenken, wo die Eintracht stünde, wenn Manager Bruno Hübner dieser Volltreffer nicht gelungen wäre.

Reinartz ist zu langsam

Bisher eher eine Enttäuschung ist Routinier Stefan Reinartz, den es nach 13 Jahren von Leverkusen an den Main zog. Trainer Armin Veh nennt ihn hoffnungsvoll „meinen Quarterback“ und erhoffte sich Stabilität durch den erfahrenen Mittelfeldstrategen. Der 26-Jährige ist eigentlich gut in die Saison gestartet. Vor allem beim 6:2-Heimspielerfolg gegen den 1. FC Köln überzeugte er. Aber danach ließen seine Leistungen stetig nach. Er ist immer bienenfleißig, läuft wie kaum ein Zweiter im Eintrachttrikot und hat oft die meisten Ballkontakte. Aber er ist meist viel zu langsam und sammelt zu viele Fehlpässe auf seinem Konto. Die Fans lässt hoffen: Im vergangenen Spiel in Hoffenheim ging seine Formkurve wieder leicht nach oben.

Leichtsinnsfehler bei Castaignos

Für den pfeilschnellen Luc Castaignos überwies die SGE zweieinhalb Millionen Euro an Twente Enschede. Die technischen Anlagen für einen brandgefährlichen Knipser hat er zweifelsohne. Eindrucksvoll netzte er viermal ein in den ersten vier Spielen. Zusammen mit Alex Meier und Haris Severovic wurde er vorschnell als Teil eines magischen Dreiecks gefeiert. Doch im Laufe der Saison streute der Niederländer immer wieder Leichtsinnsfehler ein. Fahrlässig vergebene Chancen, behäbiges Spiel und Zweikampfschwäche kennzeichnete das Spiel des Stürmers. Zuletzt wurde er Opfer der neuen defensiveren taktischen Ausrichtung von Trainer Veh, der nun auf Severovic als alleinige Spitze und Meier als Mittelfeldtorjäger setzt.

Freuen können sich die Eintracht-Fans wohl weiter auf die Auftritte von David Abraham aus Hoffenheim. Die zwei Millionen Ablöse haben sich bezahlt gemacht. Abgeklärt macht der Argentinier als 1,88-Turm in der Abwehr meistens eine gute Figur. Der Innenverteidiger überzeugt bislang durch Zweikampfstärke am Boden und in der Luft. Als „schneller Abwehrspieler mit guter Technik“ adelte Manager Hübner den 29-Jährigen, der seinen Stammplatz sicher haben dürfte.

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