Adler gewinnen 2:1 gegen den HSV

Eintracht zieht sich aus dem Abstiegssumpf

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Alexander Meier zieht zum 2:1 ab. Der Finger ist auch schon in die Höhe gestreckt.

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht ist im eigenen Stadion wieder eine Macht. Zum sechsten Mal in Folge sind die Hessen ohne Niederlage geblieben, und mit dem 2:1(1:1)-Sieg gegen den Hamburger SV haben sie am Samstag den wohl entscheidenden Schritt aus dem Abstiegssumpf getan. Von Peppi Schmitt

Wieder einmal war Alexander Meier der Spieler des Abends, der Torjäger erzielte vor 50.500 Zuschauern beide Treffer für die Eintracht, Zoltan Stieber hatte kurz vor der Halbzeit ausgeglichen. Der Frankfurter Trainer hatte sich für Makoto Hasebe und Takashi Inui für die gesperrten Carlos Zambrano und Haris Seferovic entschieden. Marco Russ rutschte aus dem Mittelfeld zurück in die Innenverteidigung, Hasebe spielte wie gewohnt auf der „Sechs“. Und Inui gab den zweiten Stürmer. Und das sah dann alles gut aus. Ausnahmen: Die erste Minute der ersten Halbzeit und die letzte. Nach wenigen Sekunden lief der Hamburger Artjoms Rudnevs mutterseelenalleine aufs Tor. Die Frankfurter Abwehr war irgendwo, nur nicht da, wo sie zu sein hatte. Zum Glück schoss Rudnevs Trapp gegen die Beine. Noch dümmer stellten sich die Frankfurter in der Nachspielzeit an. Der HSV, seit der zweiten Minute nicht mehr nach vorne gekommen, raffte sich zu einem letzten Angriff auf und kam durch Zoltan Stieber mit dem letzten Schuss vor der Pause zum 1:1-Ausgleich. Trapp war machtlos.

Durch Foulelfmeter in Führung gegangen

Die Eintracht war in Führung gegangen durch einen verwandelten Elfmeter von Alex Meier in der zwölften Minute. Johan Djourou hatte im Strafrauim Lucas Piazon geschubst und Schiedsrichter Florian Meyer auf Strafstoß entschieden. Das war keine Fehlentscheidung, aber auch keine unbedingt nötige. Womöglich hatte der Referee noch die vierte Minute im Kopf, als Djourou im Strafraum mit Stefan Aigner aneinandergeraten war und er da nicht gepfiffen hatte. Zwei „halbe“ Elfmeter sozusagen ergab dann einen richtigen. Den Vorsprung hatten sich die Gastgeber davor und danach verdient. Sie waren die klar bessere Mannschaft, beherrschten den seltsam harmlosen HSV. In der 23. Minute leitete Meier einen Konter vom eigenen Strafraum aus ein und schloss ihn vorne nach Zuspiel von Aigner ab. Doch Drobny war auf dem Posten. Fünf Minuten darauf gab es Freistoß für die Eintracht. Und der erinnerte an das Hinspiel, als Piazon in letzter Minute den 2:1-Siegtreffer mit Freistoß aus ähnlicher Distanz erzielt hatte. Diesmal schoss er nicht ins Netz, sondern aufs Netz.

Eintracht stellte sich dämlich an und kassierte

Zehn Minuten vor der Pause schlug Meier einen Traumpass auf Aigner, dessen Flanke brachte Piazon in gute Position, doch der Brasilianer konnte sich nicht durchsetzen. Oczipka schoss nochmal knapp vorbei, ehe die verflixte Nachspielzeit des ersten Abschnitts begann. Mit einem Eckball für die Eintracht übrigens. Das macht deutlich, wie dämlich sie sich wieder einmal im gesamten Defensivverhalten anstellte. Jedenfalls konnten die Hamburger sich durchkombinieren bis zum erfolgreichen Abschluss. Die Eintracht kam wild entschlossen aus der Kabine und wollte diesen Patzer so schnell wie möglich wieder wettmachen. Sie dominierten sofort wieder die Partie. In der 53. Minute konnte Ostrzolek Aigner nur mit einem Foul bremsen und sah dafür die gelbe Karte. Das sollte später noch eine Rolle spielen. Eine Minute später darauf dann die erneute Führung. Piazon hatte sich auf der linken Seite durchgewühlt, der Ball flipperte vorm Hamburger Strafraum herum. Und fiel Meier vor die Füße. Aus Frankfurter Sicht genau dem richtigen. Denn der Torjäger platzierte den Ball aus 17 Metern genau ins unter Eck zum 2:1. Zehn Minuten darauf ging Aigner wieder auf und davon, Ostrzolek konnte ihn erneut nur mit einem Foul stoppen, wieder gab es zu Recht „Gelb“, in der Summe also „Gelb-Rot“, Platzverweis. Nun hatte die Eintracht alle Vorteile auf ihrer Seite. Und als Djourou in der Nachspielzeit Stendera foulte gab es wieder Elfmeter. Meier traf die Latte.

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