Werder Bremen will Eintracht Frankfurts Nummer zwei

Felix Wiedwald: Geht er oder bleibt er?

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Trägt Felix Wiedwald auch künftig das Trikot der Eintracht?

Frankfurt - Noch bevor die Rückrunde startet, herrscht Trubel bei Eintracht Frankfurt. Nicht nur, dass fünf Profis nicht mit ins Trainigslager mitkönnen. Der Poker um SGE-Torwart Felix Wiedwald sorgt ebenfalls für Unruhe. Von Peppi Schmitt 

Seit dem vergangenen Sonntag ist der Winterurlaub für die Frankfurter Eintracht schon wieder Geschichte. Das neue Jahr hat gleich mit einem Erfolgserlebnis begonnen. Die Frankfurter konnten das Hallenturnier in Mannheim gewinnen und sich 15.000 Euro für die Mannschaftskasse sichern. Wichtiger aber noch als der Erfolg in der SAP-Arena  (9:8 nach Neunmeterschießen im Finale gegen den Karlsruher SC) waren die Spiele für zwei Profis. Vaclav Kadlec  (neun Tore) und Joel Gerezgiher  (sieben Tore) schossen um die Wette und spielten sich in den Fokus. „Das haben sie wirklich gut gemacht“, sagte Trainer Thomas Schaaf.

Bleibt Kadlec doch bei der Eintracht?

Ob Kadlec das Lob im „richtigen“ Fußball weiterhelfen wird, steht freilich auf einem anderen Blatt. Denn noch immer steht ein Wechsel in der winterlichen Transferperiode, die bis Ende des Monats läuft, zur Debatte. Eigentlich wollen die Frankfurter den 22 Jahre alten Tschechen ausleihen, „weil wir von seinem Können überzeugt sind“, wie Sportdirektor Bruno Hübner  versichert. Doch auch ein Verkauf ist nicht ausgeschlossen. Dann aber sollten jene 3,2 Millionen Euro wieder reinkommen, die die Eintracht im Sommer 2013 für Kadlec an Sparta Prag bezahlt hatten. „Wir wollen keinen loswerden“, sagt der Trainer und hält Kadlec damit auch die Tür bei der Eintracht offen. In jedem Fall soll der Nationalspieler mit der Mannschaft am Dienstag mit ins Trainingslager  nach Abu Dhabi  an den arabischen Golf reisen.

Bremen bietet 350.000 Euro für Wiedwald

Das gilt auch für Felix Wiedwald. Um den Torwart, der zwischenzeitlich den verletzten Kevin Trapp  so famos vertreten hatte, ist ein Kampf zwischen der Eintracht und Werder Bremen entbrannt. Die abstiegsbedrohten Bremer wollen Wiedwald, der einst schon in der Jugend für sie gespielt hat, zurückholen, am liebsten noch vor der Rückrunde. Dafür haben sie 350.000 Euro an Ablöse geboten. Die Eintracht indes tut sich schwer, den Torhüter gehen zu lassen. Denn sollte Kevin Trapp, der wieder fit ist, im Sommer von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen und für eine Ablösesumme von vier Millionen Euro den Klub verlassen, würde die Eintracht ohne starken Keeper dastehen. Deshalb wird nun gepokert zwischen Main und Weser. Auf Frankfurter Seite wird dabei auf Zeit gespielt. Erst wenn Trapp, dem ein Angebot für einen neuen Vertrag bis 2020 (!) zu deutlich erhöhten Bezügen vorliegt, Signale sendet, tatsächlich über diese Saison hinaus bei der Eintracht zu bleiben, wäre man bereit, Wiedwald gehen zu lassen. Dann würde Timo Hildebrand  die Nummer zwei und Neuzugang Emil Balayev  die Nummer drei für die Rückrunde sein.

Fünf Profis nicht beim Trainingslager dabei

Trainer Schaaf hat derweil noch andere Sorgen. Mit Makoto Hasebe  und Takashi Inui, die mit Japan an den Asien-Spielen teilnehmen, sowie den verletzten Spielern Nelson Valdez, Constant Djakpa  und Carlos Zambrano fehlen fünf Profis während der Vorbereitung. Gerade für Hasebe muss für die ersten Spiele der Rückrunde in Freiburg und gegen Wolfsburg ein Ersatz eingespielt werden. Mit Slobodan Medojevic, Johannes Flum, Martin Lanig  und Aleksandar Ignjovski  bewerben sich zumindest vier Spieler für den Job im defensiven Mittelfeld.

Die nächsten Testspiele  hat die Eintracht gegen den Hamburger SV (15.Januar) und Al-Ain FC (18.Januar) und werden im Rahmen des Trainingslagers in Abu Dhabi ausgetragen.

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