Jetzt Eintracht-Sieg gegen Bremen

Werder besiegen und im Veh-Plan bleiben

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Marco Russ stochert nach und der Ball landet mit Hilfe des Porto-Abwehrspielers Alex Sandro zum 2:2 im Netz. Das Engagement von Marco Russ hilft der SGE derzeit immer wieder.

Frankfurt - Das Remis in Porto ist für die Eintracht gold wert. Doch das Unentschieden zahlt sich erst dann aus, wenn die Veh-Truppe am Sonntag gegen Werder Bremen einen Heimsieg in der Bundesliga holt. Von Axel Grysczyk  

Heimsieg gegen Brauschweig, Remis in Porto – Eintracht-Trainer Armin Veh dürfte sich bei seiner Herangehensweise bestätigt fühlen. Der Schwabe hatte – um das Mammutprogramm im Februar zu meistern – bei den Auswärtsspielen in Dortmund und München einige seiner Leistungsträger geschont. Damit der Plan aber komplett wird und die 0:5- und 0:4-Niederlagen in Bayern und beim BVB mit der nun sich verschlechterten Tordifferenz vergessen sind, muss gegen Werder Bremen ein Heimsieg her. Doch dafür gibt’s trotz der Doppelbelastung in dieser Woche berechtigte Hoffnungen.

Rode steht derzeit neben sich

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Frankfurter sammeln Eintracht-Aufnäher

Zum einen hat Armin Veh  die Konzentration und die Kondition in der Truppe verbessert. Zum anderen hat er einzelne Positionen besser besetzt. Joselu  ist der torgefährlichere Angreifer als die Sommer-Neuverpflichtung Vaclav Kadlec. Weiterhin hat sich Marco Russ  zum Garanten des Rückrunden-Erfolges herausgestellt. Der 1,90-Meter-Mann stabilisiert das defensive Mittelfeld ungemein und ist der klassische Abräumer vor der Abwehr:
Zweikampfstark, passsicher und offensiv bei Standards stark. Und zu guter Letzt konnte die Innenverteidigung durch die Winterverpflichtung Alexander Madlung  verstärkt werden. Einziger Wermutstropfen: Sebastian Rode  steht derzeit ein wenig neben sich. Am Donnerstag konnte er die einzige gute Chance in der ersten Halbzeit nicht verwerten, verschuldete das 0:1 und als er nicht mehr auf dem Feld stand, erzielte sein Team zwei Treffer. Es wird die zentrale Aufgabe für Veh sein, Rode bis zum Anpfiff gegen Werder in Form zu bringen.

Es gilt: Heimserie ausbauen

Denn dann wird es für die Mannen von der Weser noch schwerer werden, in Frankfurt zu punkten. Für die Eintracht gilt es, die kleine Heimserie auszubauen. Nach dem 1:1 gegen Augsburg im letzten Spiel des Jahres 2013 folgten die Siege gegen Hertha BSC Berlin  und Eintracht Braunschweig. Würden die Adler-Träger einen Sieg gegen Bremen und einen weiteren Sieg in der Commerzbank-Arena  die Woche drauf gegen den schwächelnden VfB Stuttgart  folgen lassen, sähe die Bundesliga-Welt für die Eintracht schon sehr viel besser aus. Um gegen Stuttgart dabei sein zu können, müssen Marco Russ (vier Gelbe Karten), Carlos Zambrano (neun Gelbe Karten), Sebastian Rode (vier Gelbe Karten) und Pirmin Schwegler (vier Gelbe Karten) gegen Bremen besonders aufpassen. Bei einer weiteren Verwarnung wären sie gegen den VfB gesperrt.

Bremen schwächelt in der Liga

Die Bremer offenbaren derzeit Schwächen: Einfache Ballverluste, katastrophales Stellungsspiel in der Abwehr und immer wieder Probleme beim Aufbau. Einen Gegner unter Druck setzen, gelingt der Mannschaft von Robin Dutt  seit Monaten nicht mehr. Im Jahr 2014 gab es in der Bundesliga noch keinen Sieg: 1:1 gegen Gladbach, 1:5 gegen Dortmund, 1:3 gegen Augsburg und 0:0 gegen Braunschweig. Mit der Euphorie vom Donnerstag, der wieder gewonnenen Heimstärke der jüngsten Spiele und der jetzt besser formierten Mannschaft sollte die SGE dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Und für Armin Veh könnte sein Februar-Plan weiter aufgehen...

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