Eintracht reist nach Hoffenheim

SGE will Punktgewinn gegen die Bayern vergolden

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Die übermächtigen Bayern zu Fall gebracht: Freitag vor einer Woche bewies Eintracht Frankfurt Einsatzwille und Aggressivität. Hier rücken Stefan Aigner (links) und Aleksandar Ignjovski (Mitte) Xabi Alonso erfolgreich auf die Pelle.
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Frankfurt – Gegen den Tabellenvorletzten aus Hoffenheim muss Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) zeigen, dass sie sich mit ebenso viel Einsatz und Aggressivität auf dem Platz präsentieren kann, wie gegen den Klassenprimus aus München. Von Dirk Beutel

Wie viel ist der sensationelle Punktgewinn vom vergangenen Freitag gegen die Megamannschaft von Bayern München wert? Nach dem peinlichen DFB-Aus gegen Erzgebirge Aue hat die Truppe von Trainer Armin Veh viele Experten überrascht. Damit die Frankfurter Eintracht nicht zur Wundertüte mutiert, muss der Fußballlehrer der SGE den richtigen Mix zwischen Angriff und Verteidigung finden. Immer noch fehlt die optimale technische Ausrichtung. Nicht nur, dass sich zu wenige Torchancen erarbeitet werden, sie werden dann auch zu selten genutzt.

Offensiv läuft es noch nicht rund

Der Offensivmotor um Alex Meier, Haris Seferovic, Luc Castaignos läuft alles andere als rund. Und der Hintermannschaft fehlen nach wie vor die Mittel, die Löcher in der Abwehr zu stopfen. Aber gerade die Defensive arbeitete gegen die Bayern nahezu vorbildlich: Diszipliniert und mit Hingabe. Das fällt allerdings gegen den Rekordmeister nicht allzu schwer. Für jede Mannschaft ist es so etwas wie das Spiel des Jahres, wenn die Stars von der Säbener Straße im heimischen Stadion auflaufen. Armin Veh muss es also fertigbringen, eben jene Tugenden am Leben zu erhalten. Der 54-Jährige muss seinen Spielern dazu das nötige Selbstvertrauen geben, denn so wie gegen die Bayern kann die Eintracht nicht immer auftreten. Gegen die TSG Hoffenheim, die bislang noch ohne einen Heimsieg auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, hat Veh am Samstag (Anpfiff: 15.30 Uhr) die Trümpfe in der Hand. Seit vier Ligapartien warten die Kraichgauer auf einen Sieg, zumal sie mit sieben Punkten nach elf Spielen die schlechteste Bundesligasaison ihrer Geschichte abliefern.

Marc Stendera soll das Angriffsspiel ankurbeln

Aber die Eintracht-Fans erinnern sich: Auch Ingolstadt hatte bis zum Besuch der SGE noch keinen Sieg zu Hause zu verzeichnen. Am Ende siegten die Schanzer 2:0. Also gilt für Eintracht: Mit Biss verteidigen und sich vorne mit Bedacht Chancen erarbeiten. Veh wird auf die Abteilung zurückgreifen, die schon gegen München aufopferungsvoll gekämpft hatte. Heißt: Vor dem momentan überragenden Schlussmann Lukas Hradecky könnten Carlos Zambrano, Makoto Hasebe, David Abraham und Bastian Oczipka wieder auflaufen. Im defensiven Mittelfeld fällt wohl Slobodan Medojevic aus. Der Serbe klagte bis Freitag noch über Muskelprobleme. An seine Stelle könnte „Quarterback“ Stefan Reinartz treten. Als Alternativen stünden Constant Djakpa. Marco Russ hingegen sitzt definitiv auf der Bank. Er fehlte bereits am Dienstag wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel. Im defensiven Mittelfeld könnte Veh daher erneut auf Aleksandar Ignjovski und Marc Stendera zurückgreifen. Gerade der 19-Jährige könnte gegen die TSG zum Schlüsselspieler werden. Er wächst immer mehr aus seiner Talentrolle heraus und reift allmählich zu einem Führungsspieler heran. Gegen Hoffenheim wird einiges von ihm abhängen, wie gut die Eintracht ihr Spiel von Abwehr auf Angriff umstellen kann.

Dirk Beutel

Dirk Beutel

E-Mail:dirk.beutel@extratipp.com

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