Seferovic wieder an Bord

Eintracht Frankfurt will gegen Borussia Mönchengladbach wieder in die Spur

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Wurde schmerzlich in der Offensive vermisst: Mit dem wieder genesenen Haris Seferovic (links) kehrt die nötige Portion Aggressivität ins Angriffsspiel der Frankfurter zurück.

Frankfurt - Nach der enttäuschenden Pleite gegen Aufsteiger Ingolstadt empfängt Eintracht Frankfurt am Samstag die zuletzt gut aufgelegte Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Von Dirk Beutel 

Man kann geteilter Meinung sein, ob der Zeitpunkt günstig ist, dass ausgerechnet jetzt Borussia Mönchengladbach in die Commerzbank-Arena kommt (Anpfiff ist um 18.30 Uhr). Unter ihrem neuen Interimstrainer André Schubert gab´s in drei Spielen, drei Siege. Besser kann der Einstieg für einen Cheftrainer nicht laufen und zeigt deutlich, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Nicht zu vergessen: Wer einen 2:0-Sieg gegen Wolfsburg einfährt, den sollte man generell auf dem Zettel haben. Zumal die Fohlen keine längere Verletztenliste haben. Torwart Yann Sommer kann spielen, ebenso wie Granit Xhaka und Fabian Johnson. Obgleich die Nummer eins im Tor vermutlich nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Gesichtsmaske auflaufen wird. Gerade die beiden letztgenannten sind wichtig für das Gladbacher Spiel, da beide die nötige Kopfball-Präsenz herstellen können, wobei Xhaka vermutlich erstmal auf der Bank Platz nehmen dürfte.

Seferovic soll für Unruhe sorgen

Aber die Borussia ist trotz ihres Erfolgsrauschs gewarnt. Noch im November unterlag man zu Hause gegen die Frankfurter mit 1:3. Danach, im April trennten sich beide Teams 0:0. Das wäre allerdings ein Ergebnis, mit dem vor allem die SGE nicht so gut leben könnte. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh bräuchte dringend ein Erfolgserlebnis. Nicht nur wegen der Punkte, sondern insbesondere wegen der Stimmung im Team. Das Selbstbewusstsein dürfte vor allem nach der vermeidbaren 0:2-Pleite gegen Aufsteiger Ingolstadt erheblich angekratzt sein. Außer Stefan Aigner war die komplette Elf auf von der Rolle: Behäbig, ohne Zug zum Tor, ohne Esprit. Mit der Rückkehr von Stürmer Haris Seferovic könnte zumindest mehr Leben ins Frankfurter Angriffsspiel kommen. Zwei Spiele hatte er nach einer Muskelverletzung im Oberschenkel pausieren müssen. Gemeinsam mit einem gut aufgelegten Alex Meier könnte die Eintracht unter Flutlicht für gehörig Unruhe im Gladbacher Strafraum sorgen und womöglich die Schmach von Ingolstadt wieder gutmachen. Das wäre Balsam für die zuletzt enttäuschte Eintracht-Fanseele.

Hasebe bekommt eine Auszeit

Allerdings müsste dies auf dem Fundament einer stabilen Hintermannschaft gründen. Insbesondere Makoto Hasebe spielte deutlich unter seinen Möglichkeiten, Johannes Flum könnte ihn in seiner derzeitigen Form durchaus ersetzen, denn der Japaner bekam eine Auszeit zur Erholung vom Trainer verordnet. Ein weiteres Sorgenkind ist Carlos Zambrano. Der Peruaner spielte mit seinem Nationalmannschaft bei der 3:4-Niederlage gegen Chile 90 Minuten komplett durch. Trotz seiner Rippenprellung. Es ist fraglich, ob Veh ihn von Beginn an aufstellen wird. Gut in Form zeigte sich zumindest Eintracht-Keeper Lukas Hradecky, der auch gleich nach seiner Länderspiel-Rückkehr die klare Marschroute für die Gladbach-Partie vorgab: „Wir müssen wieder zurück in die Spur finden. Mit einem Sieg gegen Gladbach wollen wir eine Serie beginnen“, sagte er laut Medienberichten.

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