Schwache Halbzeit, Stendera verletzt

Eintracht Frankfurt verliert Testspiel gegen den HSV

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Wird er lange ausfallen? Eintrachts Marc Stendera, (links, hier gegen Hamburgs Philipp Müller), hat sich im Testspiel am Donnerstag verletzt.

Abu Dhabi – Testspielpleite gegen den HSV: Eintracht Frankfurt  unterliegt nach einer schwachen ersten Halbzeit mit 2:3. Der verletzte Marc Stendera  könnte länger ausfallen. Von Peppi Schmitt 

Zum dritten Mal sind sie jetzt in Abu Dhabi, die Profifußballer der Frankfurter Eintracht, zum dritten Mal können sie sich im Winter bei idealen äußeren Bedingungen vorbereiten. Das Sechs-Sterne-Hotel „Emirates Palace“ ist eine der besten Herbergen der Welt, der Platz direkt neben dem Hotel könnte auch zum Golf genutzt werden. Das Wetter ist in dieser Jahreszeit perfekt, 25 Grad und Sonnenschein sind garantiert, Regen gibt es am arabischen Golf so gut wie nie. „Bei Wärme und Sonne trainiert man nun mal lieber“, sagt Torjäger Alex Meier. „Wenn wir optimale Leistungen fordern, müssen wir auch beste Bedingungen anbieten“, sagt der Trainer.

Trainieren, wo andere Urlaub machen

Und Finanzchef Axel Hellmann, treibende Kraft bei den Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, ist zufrieden, „dass wir diesmal einen großen Teil des Trainingslagers refinanzieren können.“ Die beiden Freundschaftsspiele, die Partnerschaften mit Unternehmen wie der BHF-Bank, dem Al Ain Tourismusverband und einer großen Versichrung haben rund 120.000 Euro in die Kasse gebracht, rund 180.000 Euro kostet der Ausflug.

Wichtiger aber als alle wirtschaftlichen Überlegungen bei einem Trainingslager, sind nun mal die sportlichen Bedingungen. „Wir sind hier, um uns optimal vorzubereiten und gestärkt in die Rückrunde zu gehen“, sagt Trainer Thomas Schaaf. Die Umgebung mit Palästen, Palmen und Touristen wirkt fast wie im Urlaub. Doch davon sind die Frankfurter weit entfernt. „Wir sind nicht hier, um irgendwelche Dinge zu besichtigen oder das Wetter zu genießen“, mahnt Schaaf. Einzige Ausnahme: Am Freitag besuchte die Mannschaft die „Ferrari World“ in Abu Dhabi. Damit hat sich’s aber auch mit Freizeitaktivitäten.

Erste Halbzeit gegen den HSV war "richtig schlecht"

Im Mittelpunkt stehen die beiden Testspiele. Schon beim ersten hat Schaaf erkennen müssen, wie viel Arbeit noch vor ihm und den Spielern liegt. In der Wüstenstadt Al Ain, der zweitgrößten Stadt in den Emiraten, unterlagen die Frankfurter dem Hamburger SV  mit 2:3. Da kamen Erinnerungen an die Vorrunde auf, nach dem Motto „vorne hui, hinten pfui“. Die Eintracht machte es dem HSV leicht, Tore zu erzielen. „Wir haben nur brav danebengestanden“, schimpfte Schaaf. Die Eintracht startete dann aber auch eine Aufholjagd, Meier und Russ brachte sie heran, der Ausgleich war möglich. „In der ersten Halbzeit waren wir richtig schlecht“, sagte Meier, „in der zweiten Halbzeit war es ordentlich.“

Schlimmere Auswirkungen als die Niederlage könnte die Verletzung von Marc Stendera haben. Der Mittelfeldspieler ging vorzeitig mit einer schweren Knöchelverletzung  vom Platz. Da mit Makoto Hasebe und Takashi Inui zwei andere Mittelfeldspieler wegen der Teilnahme an der Asien-Meisterschaft fehlen, Slobodan Medojevic einmal mehr enttäuschte, wäre ein weiterer Ausfall in der Zentrale fatal. Zumal der Trainer wohl in Johannes Flum  ebenso wenig Vertrauen hat wie in Stürmer Vaclav Kadlec. Beide gehörten gegen den HSV nicht einmal dem Kader an.

Am Sonntag spielt die Eintracht erneut in Al Ain, dann gegen den Partnerklub Al Ain FC, neunmaliger Meister der Emirate. Das Trainingslager geht bis zum kommenden Dienstag, der Rückflug ist für die Nacht zum Mittwoch geplant.

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