Jetzt nachlegen und vorne mitmischen

Entspannte Eintracht gegen aufgeschreckte Kölner

+
Da hat´s wieder gemeiert: Eintrachts Top-Angreifer Alex Meier zeigte sich mit seinen beiden Treffern zuletzt gegen den HSV in guter Form. Auch beim 3:2 gegen Köln in der Hinrunde traf der Stürmer doppelt

Frankfurt - Das Abstiegsgespenst  ist nach dem Sieg gegen den HSV nun endgültig vertrieben. Und auf einmal scheinen die Plätze für die Europaleague  für die SGE in greifbarer Nähe. Da kommt mit dem 1. FC Köln ein machbarer Gegner genau zur rechten Zeit. Von Dirk Beutel

Thomas Schaaf dürfte entspannt in die Sonntagspartie gegen den 1. FC Köln gehen. Denn der 2:1-Erfolg gegen den Hamburger SV vergangene Woche hat ihm und seiner Mannschaft richtig gut getan. Die Eintracht hat sich auf den achten Rang verbessert, die wichtige 30-Punkte-Grenze genommen und damit nicht nur das Abstiegsgespenst verjagt. Jetzt besteht sogar die Chance, im vorderen Tabellendrittel mitzumischen, wenn die Adler nachlegen. Da kommt der 1. FC Köln genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Geißböcke können zwar eine solide Defensive bauen, die bis jetzt lediglich 29 Treffer zugelassen hat. Zum Vergleich: Die SGE zählt ganze 45 Gegentreffer.

Leistung beim DFB-Aus hat Köln aufgeschreckt

Dafür hat sie aber einen zuletzt bestens aufgelegten Alex Meier, dessen zwei Treffer gegen den HSV jeden Kritiker verstummen ließen. Der Stürmer, der mittlerweile 16 Mal in dieser Saison getroffen hat, war der Mann des Spiels und zeigte wieder einmal, welchen Wert er für seine Mannschaft darstellt. Auf der Gegenseite ist Köln alles andere als eine aggressive Mannschaft. Nach dem HSV ist der FC die ungefährlichste Mannschaft der Liga. Nur 21 Tore auf dem Konto belegen das. Aber: Das Ausscheiden im DFB-Pokal-Achtelfinale in dieser Woche gegen den SC Freiburg hat offenbar für zunehmend Unbehagen gesorgt. Nicht wegen des Ergebnisses, sondern wegen der Leistung auf dem Platz. Und die machte nicht nur Manager Jörg Schmadtke  Angst, sondern auch Trainer Peter Stöger. Beide wissen: Der Aufsteiger kann nur die Klasse halten, wenn sich jeder mit vollem Einsatz reinhängt. Also werden die Geißböcke aufgeschreckt und daher voll motiviert die Adler empfangen (Anpfiff ist am Sonntag um 15.30 Uhr). Denn die Abstiegsangst ist dort noch lange nicht gebannt.

Geißböcke sind zu Hause harmlos

Die Eintracht hat zwar die Angewohnheit, gegen vermeintlich schwächere Gegner die Zügel etwas lockerer zu lassen, man erinnere sich nur an Paderborn, Stuttgart, Hannover und Berlin in der Hinrunde. Aber Köln war bislang im heimischen Stadion alles andere als eine Macht. Erst ein Sieg konnte im Rhein-Energie-Stadion  eingefahren werden. Und Thomas Schaaf hat noch ein dickes Plus: Er kann aus dem Vollen schöpfen. Abwehrchef Carlos Zambrano  ist zurück und wird aller Wahrscheinlichkeit mit Timothy Chandler  auflaufen und in den Abwehrreihen für Ordnung sorgen. Davor könnten Marco Russ und Bastian Oczipka  ran. Laut verschiedener Medienberichte gilt eine Vertragsverlängerung des Linksverteidigers bis 2019 so gut wie in trockenen Tüchern. Und auch Haris Seferovic  darf wieder nach abgesessener Gelbsperre zeigen, was er an der Seite von Alex Meier kann. Im Mittelfeld könnte Schaaf wieder auf die bewährten Makoto Hasebe und Marc Stendera  sowie auf Stefan Aigner  und Lucas Piazon  setzen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare