Endlich wird wieder Fußball gespielt

Eintracht Frankfurt startet gegen den Bremer SV in die Pflichtspiel-Saison

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Noch lachen sie: Marco Russ und Carlos Zambrano – hier beim Testspiel gegen Tokyo – werden in Bremen wohl die Innenverteidigung bilden. Zambrano hat zwar erst zwei Wochen mit der Mannschaft trainiert, genießt aber das Vertrauen des Trainers.
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Frankfurt – Fünftligist Bremer SV ist am Samstag für die Eintracht eine Pflichtaufgabe. Doch hinter den Kulissen geht’s um mehr: Wer überzeugt, steht am Wochenende drauf gegen Wolfsburg in der Startelf. Von Axel Grysczyk

Endlich geht’s los: Schießen, dribbeln, passen, spurten, beißen – 90 Minuten Leidenschaft zeigen. Auch wenn gegen den Fünftligisten Bremer SV am Samstag Nachmittag von allen Fähigkeiten nicht 100 Prozent abgerufen werden muss, um eine Runde im DFB-Pokal weiter zu kommen. Und trotzdem ist das Spiel wichtig.

Es wird darum gehen, dass sich die Mannschaft findet. Gesetzt in der Innenverteidigung sind derzeit Marco Russ und Carlos Zambrano. Der Peruaner profitiert davon, dass ihm Trainer Armin Veh blind vertraut. Denn nach der Südamerika-Meisterschaft hat der 26-Jährige erst zwei Wochen mit der Mannschaft trainiert. Er ist eine der Säulen der Eintracht, was auch daran abzulesen ist, dass sein Vertrag jüngst bis 2020 verlängert wurde.

Hasebe wechselt auf die linke Abwehrseite

Veränderungen zur Vorsaison könnte es in der Abwehr neben der Torwartposition auch auf der linken Abwehrseite geben. Dort setzt Veh wohl auf Makoto Hasebe. Damit ist Timothy Chandler der große Verlierer. Er hatte mit den USA am Gold Cup teilgenommen und war erst vor wenigen Tagen zur Mannschaft zurückgekehrt. Hasebe wiederum muss – trotz einer starken vergangenen Saison – die zentrale defensive Position verlassen, weil Veh dort auf Neuzugang Stefan Reinartz baut. Der hatte in der Vorbereitung auf dieser Position die Verantwortlichen überzeugt. Neben Reinartz wird Marc Stendera im defensiven Mittelfeld die Fäden ziehen.

Im Tor wird in Bremen erstmal Heinz Lindner stehen. Aber auf lange Sicht wird wohl der finnische Keeper Lukas Hradecky zwischen den Pfosten stehen. Der kam erst gestern nach Frankfurt, weil er im Europapokalspiel bei Omonia Nikosia noch am Donnerstag für Bröndby IF Kopenhagen im Tor stand.

Tore schießen, auch ohne Alex Meier

Im offensiven Bereich hat die Eintracht ein zentrales Thema: Nicht mehr so abhängig sein von Alex Meier. Und das kann die SGE bis in den Herbst herrlich üben. Denn bis dahin wird der Torschützenkönig der vergangenen Saison nach seiner Knie-OP rund um die schmerzende Patellasehne ausfallen. Ein bisschen unberechenbarer im Sturm soll die Eintracht Stürmer Luc Castaignos, von Twente Enschede machen. Er bringt auf jeden Fall Tordrang mit. Zusammen mit Haris Seferovic wird er das Angriffszentrum bilden.

Die Flügelzange Takashi Inui und Stefan Aigner wird die gleiche sein wie in der Vorsaison. Während Aigner klar einer der Leistungsträger ist, wird es bei Inui darum gehen, dass er in dieser Saison mit mehr Konstanz spielt.

Doch egal wie gut die Eintracht schon harmoniert, wenn das Spiel heute um 15.30 Uhr angepfiffen wird, steht eins fest: Alles andere als ein überzeugender Sieg wäre eine Überraschung.

Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

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