Mit einem Sieg wäre die Abstiegszone außer Reichweite

Eintracht Frankfurt: Siegen für noch mehr Sicherheit

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Constant Djakpa will seinen Vertrag bei der Eintracht verlängern. In dieser Szene setzt er sich gegen Hamburgs Hakan Calhanoglu durch. Ob er aber im heutigen Spiel gegen Mainz sich ähnlich durchsetzen kann, ist fraglich. Der Ivorer laboriert an einer Leistenverletzung

Frankfurt  – Geografisch ganz nah beieinander, haben sich die Clubs aus Frankfurt und Mainz unterschiedlich in der Vergangenheit entwickelt. Auch wenn eins im Moment für beide gilt: Siege machen die Planungen für die nächste Saison einfacher. Von Axel Grysczyk

Acht S-Bahn-Stationen sind es nur vom Ausstieg Stadion in Frankfurt nach Mainz-Hauptbahnhof. Und trotz dieser geografischen Nähe präsentieren sich beide Clubs in dieser Saison ganz unterschiedlich: Obwohl Mainz mit einem geringeren Lizenzspieleretat (zirka 24 Millionen Euro) gegenüber der Eintracht (zirka 30 Millionen Euro) ausgestattet ist, ergatterte die Truppe von Trainer Thomas Tuchel bis zum jetzigen Zeitpunkt in dieser Saison zwölf Punkte mehr. Anders ausgedrückt: Mainz liegt auf Platz sieben, Frankfurt ist Elfter. Und doch haben beide Clubs ähnliche Erfahrungen gemacht. Nach überragenden Saisons gab es in den Folge-Spielzeiten durch die Mehrbelastung schlechtere Platzierungen, ohne gänzlich abzustürzen – bei Mainz zuletzt im Jahr 2011.

Gegen Mainz erstmals eine Millionen Zuschauer

Diese Erfahrung hat die Eintracht in dieser Saison gemacht. Aber auch mit positiven Folgen. Im Spiel gegen Mainz wird die Eintracht erstmals in der 115-jährigen Vereinsgeschichte mehr als eine Million Zuschauer im heimischen Stadion begrüßen können. Möglich gemacht haben das eben die fünf Europa-League-Spiele, dazu kamen noch drei DFB-Pokal-Spiele. Mit einem Sieg gegen Mainz hätte die SGE endgültig nichts mehr mit der Abstiegszone zu tun. Dann könnten die Vereinsverantwortlichen die Planungen für die nächste Saison intensivieren. Ganz oben auf der To-Do-Liste: Ein neuer Trainer. Denn die Position des Trainers ist ein wichtiges Puzzle-Stück. Viele Spieler wollen wissen, wer neuer Übungsleiter wird. Einige Akteure machen ihr Kommen oder Bleiben auch von dieser Personalie abhängig. Außenverteidiger Constant Djakpa hat in dieser Woche signalisiert, bei der Eintracht zu verlängern. Nachgebohrt hat er auch, um eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wer neuer Trainer wird. Genug Zeit hatte er, fuhr er doch wegen Leistenproblemen im Training nur Fahrrad und zählt fürs Spiel gegen Mainz als Wackelkandidat.

Neuzugang: Aleksandar Ignjovski

Neben dem Verbleib des Ivorers hat Sportdirektor Bruno Hübner in dieser Woche einen Neuzugang an Land gezogen: Aleksandar Ignjovski  kommt von Werder Bremen an den Main. Der Serbe kann im defensiven Mittelfeld und als Verteidiger eingesetzt werden. Der 23-jährige, elfmalige Nationalspieler ist ein Defensivspezialist. In den zwölf Ligaspielen, die er für die Bremer in dieser Saison absolviert hat, traf er kein einziges Mal. In den vergangenen drei Jahren schaffte er in 58 Partien immerhin einen Treffer für die Bremer. Beim Spiel am heutigen Samstag geht es für die Eintracht um die komplette Sorgenfreiheit mit Blick auf die Abstiegszone, für Mainz geht es um die Chance auf Europa. Um den Anschluss zu halten, müssen die Rheinhessen punkten. Denn auch für sie gilt es, Klarheit für die nächste Saison zu bekommen. Um einige Spieler halten zu können, wäre die Qualifikation für die Europa-League wichtig. Auch wenn abwanderungswillige Mainzer wissen: Die Spieler, die die 05er mit Gewinn in der jüngsten Zeit verkauft haben, spielen bei ihren neuen Clubs keine herausragende Rolle mehr. Für André Schürrle bekamen sie insgesamt 14 Millionen Euro, für Christian Fuchs (jetzt bei Schalke) 3,8 Millionen, für Eugen Polanski (jetzt Hoffenheim 3,5 Millionen) und für ihren Top-Stürmer aus der vergangenen Saison, Adam Szalai, 8,5 Millionen Euro (jetzt Schalke 04) – alles Spieler, die bei ihren neuen Clubs keine Leistungsträger mehr sind. Am heutigen Samstag wird Alex Meier nach seiner auskurierten Muskelblessur wie auch Marco Russ (nach seiner Gelbsperre) wieder in die Mannschaft zurückkehren.

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