Noch nie konnte die SGE bei Mainz 05 gewinnen

Eintracht Frankfurt scharrt schon mit den Hufen

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Stürmer mit Torhunger: Haris Seferovic (rechts), hier gegen seinen Ex-Eintracht-Kollegen Tranquillo Barnetta, hat seit fünf Spieltagen nicht mehr getroffen. Im Hinspiel sorgte er gegen Mainz für das 2:2.

Frankfurt  - Die Eintracht will den Fluch brechen. Noch nie konnten die Frankfurter in Mainz drei Punkte holen. Vor allem das SGE-Sturmduo Alex Meier  und Haris Seferovic  lechzt regelrecht nach Toren. Vor allem wenn es gegen den Club aus der Nachbarschaft geht. Von Dirk Beutel

Es wird Zeit. Und zwar allerhöchste: Noch nie konnte Eintracht Frankfurt einen Dreier bei Mainz 05 holen. Und jetzt stehen vor der Begegnung am heutigen Samstag um 15.30 in der Coface-Arena  die Vorzeichen für einen Sieg so günstig wie selten. Denn die Adler sind momentan einfach besser drauf: Während sich die Eintracht trotz vieler verletzter Leistungsträger immer wieder aufrappeln konnte und zuletzt gegen die Champions-League-Clubs Wolfsburg einen und gegen Schalke sogar drei Punkte holen konnte, musste Mainz zwei Niederlagen gegen direkte Konkurrenten einstecken. Zuletzt hatten die Mainzer gegen Hertha BSC (0:2) und Borussia Dortmund (2:4) verloren. Die Folge: Platz 14.

Mainz mit neuem Trainer an der Seitenlinie

Nach dem 21. Spieltag haben die Mainzer nur einen Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Grund genug für die Führungsetage, Trainer Kasper Hjulmand  abzusägen. Stattdessen ist jetzt Nachwuchstrainer Martin Schmidt  neuer Chefcoach. Er will die Philosophie von Thomas Tuchel  und Jürgen Klopp  wieder aufleben lassen. Gegen die SGE wird zudem Torwart Loris Karius  nach seiner Rotsperre wieder zwischen den Posten stehen. Möglicherweise könnte der zweikampfstarke Abwehrrecke Nikolce Noveski  unter Schmidt in der Anfangsformation auflaufen, ebenso wie Verteidiger Stefan Bell. Beide gehen gerne dahin, wo es wehtut. Denn da sind sich alle einig: Partien zwischen Mainz und Frankfurt sind immer intensiv. Da wird sich nichts geschenkt, dem Gegner nichts gegönnt.

Torflaute bei Frankfurts Sturmduo

So wie im Hinspiel. Die Partie endete 2:2, nach einer 2:0-Führung der Mainzer. Da hatte noch das nach wie vor gefährlichste Sturmduo der Bundesliga eiskalt zugeschlagen: Alex Meier in der 45. und Haris Seferovic in der 82. Minute. Beide haben gemeinsam 20 Treffer erzielt. Doch der Sturm-Motor ist etwas ins Stocken geraten. Meier hat in der Rückrunde erst einmal getroffen, Seferovic noch gar nicht. Beide sind regelrecht ausgehungert und wollen ihrer Torflaute ein Ende bereiten. Erfreulich: Bei der Eintracht sind außer den Langzeitverletzten alle an Bord. Außer Makoto Hasebe. Er ist nach seiner fünften gelben Karte gesperrt. Trainer Thomas Schaaf  könnte daher Marco Russ  ins defensive Mittelfeld beordern. Mögliche Alternativen hätte der Adler-Coach allemal mit Slobodan Medojevic, Aleksandar Ignjovski  oder Johannes Flum. Dagegen ist die Defensivreihe komplett: Bamba Anderson  hat nach seiner Nasennebenhöhlen-Entzündung wieder trainiert und drängt in die Startelf. Abwehrchef Carlos Zambrano  ist nach seiner Gelbsperre ebenfalls wieder dabei. Und die Nummer eins im Adler-Kasten,Kevin Trapp, präsentiert sich in glänzender Form.

Valdez und Djakpa trainieren schon wieder

Derweil hat sich die Eintracht von Stürmer Vaclav Kadlec  getrennt. Zumindest zeitweise. Er wurde bis zum Saisonende an den tschechischen Erstligisten Sparta Prag ausgeliehen. Der Leihvertrag enthält nach Angaben des Fußball-Bundesligisten keine Optionen. Die Ausleihe war möglich, weil das Transferfenster der tschechischen Liga noch bis zum 21. Februar geöffnet ist. Dagegen spielt Linksverteidiger Bastian Oczipka in den Planungen von Thomas Schaaf weiterhin eine Rolle. Der Vertrag des 26-Jährigen läuft am Saisonende aus, er will bleiben, aber zu besseren Konditionen. Und noch gute Nachrichten aus dem Lazarett der Eintracht: Nelson Valdez  konnte diese Woche wieder mittrainieren. Der 31-jährige Paraguayer erholt sich noch von einem Kreuzbandriss, ebenso wie sein Kollege Constant Djakpa. Der Ivorer konnte zumindest wieder ein leichtes Lauftraining absolvieren.

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