Gekas war letzter Eintracht-Torschütze beim Rekordmeister

Eintracht Frankfurt muss sich Leverkusen zum Vorbild nehmen

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Mit 4:0 ging die Frankfurter Eintracht, hier mit Bastian Oczipka und Bamba Anderson, im Hinspiel gegen Bayern München unter. Spieler des Tages war Thomas Müller (rechts), der drei Treffer erzielte.

Frankfurt  - Die Stimmung bei der Frankfurter Eintracht ist nach dem peinlichen 2:2 gegen Hannover weiter angekratzt. Gegen die übermächtigen Bayern kann die SGE am Samstag nur ihren Einsatzwillen und Leidenschaft in die Waagschale werfen. Von Dirk Beutel 

Die Eintracht ist und bleibt eine Wundertüte. Das 2:2 vergangenes Wochenende dürfte bei den Verantwortlichen der Frankfurter Fußballer doch noch einmal für tiefe Sorgenfalten gesorgt haben. Nicht nur, dass man eine 2:0-Führung im heimischen Stadion gegen einen vermeintlichen schwächeren Gegner nicht über die Zeit bringen konnte, vielmehr enttäuschten die Hausherren durch ihre blutarme spielerische Darbietung. Gegen den FC Bayern muss die Eintracht keine Aufbauhilfe mehr leisten. Die Münchener sind unangefochtener Spitzenreiter und durch ihren jüngsten Erfolg im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen immer noch auf Triple-Kurs.

Verletzungspech bleibt dem Rekordmeister treu

Doch die Saison zerrt mittlerweile auch an den Über-Bayern: Neben David Alaba, Arien Robben und Javi Martinez werden gegen Frankfurt aller Voraussicht nach der Einsatz von Bastian Schweinsteiger und Franck Ribery fraglich sein. Außerdem hat sich Medhi Benatia gegen Leverkusen verletzt und fällt wegen Muskelproblemen ebenfalls aus. Doch ob die Adler aus dem Verletzungspech der Münchener Kapital schlagen können ist unwahrscheinlich. Der FC Bayern spielt auch ohne die eben genannten Leistungsträger in einer anderen Welt.

Leverkusen hat´s vorgemacht

Dass man gegen sie aber in dieser Verfassung durchaus bestehen kann, hat Bayer Leverkusen am Mittwoch gezeigt. Denn die Werkself spielte couragiert auf Augenhöhe und hätte gute Chancen gehabt, den Rekordmeister aus dem Wettbewerb zu schießen. Den Einsatzwillen und den Ehrgeiz der Leverkusener muss sich die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf am Samstag (Anpfiff ist um 15.30 Uhr) zum Vorbild nehmen, wenn sie in der Allianz-Arena zumindest einen Punkt abstauben will. Dass das schwer genug wird, zeigt ein Blick auf die Statistik: Zuletzt hagelte es in München eine 5:0, 2:0 und eine 4:1-Niederlage.

Gekas letzter Eintracht-Torschütze in München

Damals, am 27. November 2010 erzielte die Eintracht zuletzt ein Tor bei den Bayern. Der Schütze: Theofanis Gekas. Eine derartige Pleite wie das 0:4 im Hinspiel muss die Eintracht auf alle Fälle verhindern, wenn sie noch den Hauch einer Chance wahren will, um nächstes Jahr international spielen zu können. Deshalb gilt: Der Erfolg, und das wäre schon einen Punkt mitzunehmen, hängt ganz vom Willen und dem Einsatz der Mannschaft ab. Sie muss ebenso mutig aufspielen und früh den Gastgeber attackieren wie in der Hinrunde. Igelt man sich hinten ein, werden die Tore wie am Fließband fallen. Weil Thomas Schaaf es aber nach wie vor nicht zustande gebracht hat, die Lücken in der Defensive nachhaltig zu stopfen, wird er die Verteidigungsreihe diesmal vermutlich nicht so hoch ansetzen wie im Hinspiel, als sein Team große Schwierigkeiten in der Rückwärtsbewegung aufzeigte.

Bitter: Alex Meier fehlt verletzungsbedingt

Daher wird es vornehmlich auf Bamba Anderson und Alexander Madlung ankommen, die in der Innenverteidigung wohl zum Zug kommen, da der SGE wieder Abwehrchef Carlos Zambrano fehlt. Der 25-Jährige hat sich im Training unter der Woche einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Nach einer Knie-Operation fällt mit Marco Russ ein weiterer Abwehrspieler aus. Außerdem hat Schaaf unter der Woche Haris Seferovic öfter auf der linken Seite ausprobiert, daher könnte Marc Stendera für Inui auflaufen. Ein bitterer Nackenschlag gab der Verein am Freitag nach dem Abschlusstraining noch bekannt: Torjäger Alex Meier fällt wegen Patellasehnen-Problemen im Knie aus.

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