Vor Spiel gegen HSV

Eintracht kommt in Tabelle nicht vom Fleck

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Haris Seferovic schoss beim Derby gegen Mainz für die Eintracht den Ausgleichstreffer.

Frankfurt - Bei der Eintracht will es nicht richtig voran gehen. Trotz guter Leistungen, auch beim 2:2 gegen Mainz, kommen die Frankfurter in der Tabelle nicht vom Fleck. Von Peppi Schmitt

Mit gerade mal sechs Punkten steht die Frankfurter Eintracht im hinteren Mittelfeld, dabei war viel mehr möglich. Alleine Fehlentscheidungen der Schiedsrichter haben zwischen drei und fünf Punkte gekostet.

Nach dem Derby gegen Mainz sind die Sorgen der Eintracht noch größer geworden, denn nach Stürmer Nelson Valdez und Verteidiger Constant Djakpa (beide Kreuzbandrisse) fällt nun auch noch Torwart Kevin Trapp langfristig aus. Der Kapitän hat sich bei einer Rettungstat kurz vor Schluss im Spiel gegen Mainz einen Riss des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk zugezogen. Trapp wurde bereits am Donnerstag in der Frankfurter BG-Unfallklinik operiert und fällt bis zum Winter aus. „Was haben wir nur verbrochen?“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner, „diese Ausfälle schwächen uns sehr“. Hübner hat schnell reagiert und schon am Donnerstag mit Timo Hildebrand einen neuen Torhüter präsentiert. Der 35 Jahre alte ehemalige Nationalspieler wurde als „Nummer zwei“ geholt. Im Tor stehen soll bis zur Rückkehr von Trapp allerdings der 24 Jahre alte Felix Wiedwald. „Er hat unser vollstes Vertrauen“, sagt Trainer Thomas Schaaf. Wiedwald, der bislang nur zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga hatte, steht am Sonntag beim Auswärtsspiel beim Hamburger SV vor seiner ersten großen Bewährungsprobe. „Felix hat allemal das Zeug zum Bundesligaspieler“, urteilt Eintrachts Torwarttrainer Michael Kraft.

Hildebrand als Stütze

Hildebrand wird ab sofort als Absicherung für Wiedwald auf der Bank sitzen. „Eine optimale Lösung für uns“, sagt der Trainer. 298 Bundesligaspiele hat der neue Keeper schon auf dem Buckel, dazu sieben Länderspiele. In der vergangenen Saison hat er noch beim FC Schalke 04 unter Vertrag gestanden, seit Juli war er arbeitslos. „Ich bin froh, dass ich wieder Bundesligaluft schnuppern kann“, sagt er. Vor gut eineinhalb Jahren hatte Hildebrand sich schon mal bei der Eintracht fit gehalten und mit trainiert. „Damals haben wir ihm geholfen, nun kann er uns helfen“, sagt Manager Hübner. Und der Neue kündigt an, „dass ich Felix Wiedwald unterstützen werde und es ganz sicher kein Theater geben wird.“

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Mit Aleksandar Ignjovski haben die Frankfurter nach dem Derby gegen Mainz noch einen weiteren Ausfall zu beklagen. Der serbische Neuzugang aus Bremen hat sich eine Wadenverletzung zugezogen. Für ihn wird der zuletzt gesperrte Slobodan Medejovic ins Team zurückkehren. Viel Auswahl hat Trainer Schaaf noch bei der Besetzung der Innenverteidigung. Marco Russ konnte zuletzt an der Seite von Carlos Zambrano nicht überzeugen. Bamba Anderson steht nach überstandener Magen-Darm-Grippe wieder zur Verfügung, auch Alexander Madlung wäre eine Alternative. Auch in die Zusammenstellung der Offensive könnte Bewegung kommen. Stefan Aigner bietet sich an, auch Marc Stendera und Vaclav Kadlev haben Ansprüche angemeldet. Zittern um ihre Plätze müssen sicher Lucas Piazon und Takashi Inui. Gesetzt bleibt das neue Angriffsduo Alexander Meier und Haris Seferovic. Bei den tor- und sieglosen Hamburgern mit ihrem neuen Trainer Joe Zinnbauer steht die Eintracht vor einer ganz schweren Aufgabe. „Wir müssen von Beginn an dagegen halten“, fordert Schaaf.

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