Fast neuen sieglose Jahre gegen die Geißböcke

SGE: Jahrelangen Bann gegen die Kölner brechen

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Lucas Piazón schoss die Eintracht gegen Hamburg zum Sieg.

Frankfurt – Trotz Verletzungspech und vieler neuer Spieler schlägt sich die Frankfurter Eintracht derzeit gut. Zwar ist es ein Erfolg, der auf Kosten des Spielerischen geht, doch die Mannschaft von Thomas Schaaf glänzt vor allem durch Einsatz und Wille. Von Fabienne Seibel 

n die heutige Partie gegen Köln startet die Eintracht mit neun Punkten aus sechs Spielen. Das kann sich, trotz vieler verletzter Stammspieler und auch technischen Veränderungen durch Trainer Schaaf, sehen lassen. Die Eintracht steht in der Liga derzeit gut da. Beim Spiel gegen den Hamburger SV am vergangenen Sonntag bekam die SGE zwar nach vorne nicht viel zusammen und wirkte insgesamt fahrig, doch durch den Hammer-Freistoß von Lucas Piazon in der 90. Minute gelang der erste Auswärtssieg der Saison.

Wirklich schönen Fußball bietet die Adler nicht. Auch Trainer Schaaf sagte nach dem Spiel gegen den HSV: „Unser Spiel nach vorne müssen wir noch ruhiger und gezielter vortragen. Uns fehlt noch die Souveränität und Ruhe.“ Um das auszugleichen, spielt die neu formierte Mannschaft aber mit Herz und Einsatz, zeigte vor allem gegen den HSV engagierte Zweikämpfe und Laufbereitschaft. Vor allem scheint es so, dass es bei den Frankfurtern gut läuft, seit Torjäger Alex Meier wieder in der Startelf steht. Gegen Schalke und Mainz erzielte der 31-Jährige jeweils ein Tor.  Zudem bringen auch Spieler wie Makoto Hasebe oder Aleksandar Ignjovski nötigen Schwung und Härte rein. Sie halten die vor allem dann dagegen, wenn der Gegner aufdreht.

Weiteres Verletzungspech

Die Ergebnisse stimmen also bei den Hessen. Was jedoch immer wieder negativ auffällt, sind die vielen Fehlpässe und zu wenig Ballbesitz der Frankfurter. Hierauf wurde in der vergangenen Trainingswoche von Schaaf ein besonderes Augenmerk gelegt. Auch die Verletzungsmisere macht der Eintracht weiterhin zu schaffen. Kevin Trapp, Nelson Valdez und Constant Djakpa fallen bekanntlich länger aus. Doch während Verteidiger Carlos Zambrano nach einer Mandelentzündung Anfang der Woche wieder gemeinsam mit der Mannschaft trainierte, hat es nun Marc Stendera erwischt. Der Mittelfeldspieler hat sich scheinbar beim Team-Kollegen Zambrano angesteckt und kämpft nun ebenfalls mit einer Mandelentzündung. Jan Rosenthal ist nach seiner Viruserkrankung ebenfalls noch nicht fit. Obwohl Zambrano wieder hergestellt ist, sollte er sich in den kommenden Spielen in seiner hitzigen Art etwas zurück nehmen, denn dem Innenverteidiger aus Peru droht bereits die fünfte Gelbe Karte.

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Beim heutigen Heimspiel trifft die Eintracht auf geschwächte und torlose Kölner (18.30 Uhr). Die Aufsteiger kassierten bisher zwar nur drei Gegentore, was es für die teils noch zu passiven Frankfurter schwer machen dürfte. Doch selbst erzielten die Kölner bisher auch nur zwei Treffer. Mit einem Tor will es bei ihnen nun schon seit 417 Minuten nicht so recht klappen. Zwar fällt Torjäger Patrick Helmes wegen anhaltender Probleme nach einem Knorpelschaden in der linken Hüfte immer noch aus, doch der Kölner Trainer Peter Stöger sagte Anfang der Woche: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir alle dazu da sind, die Offensivaktionen zu setzen.“

Auf die Torflaute reagierte Stöger mit überraschenden Personalentscheidungen. Schon gegen Bayern München ließ er seine Angreifer Simon Zoller und Yuya Osako auf der Bank. Laut eigener Aussage sollen die Spieler dadurch den Kopf frei bekommen. Mit einer Niederlage gegen Frankfurt könnten die Kölner schnell abrutschen. Zu sicher sollten sich die Frankfurter gegen die schwachen Kölner trotzdem nicht fühlen, denn ein Sieg gegen den 1. FC gelang ihnen zuletzt vor fast neun Jahren.

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