Fußball Bundesliga

Eintracht: Abstiegskampf-Auftakt in Leverkusen

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Stephan Schröck erzielt in dieser Szene das 1:0 für die Eintracht am vergangenen Donnerstag gegen Nikosia. Am Sonntag sitzt er wohl wieder auf der Ersatzbank.

Frankfurt – Mit der B-Elf hat die Eintracht unter der Woche im Europapokal gewonnen. Mit allen Stammkräften und einer Top-Leistung hofft die Veh-Truppe auf einen Erfolg in Leverkusen. Doch die sind daheim bärenstark. Von Manfred Schäfer

Eintracht Frankfurt hat auch das letzte Vorrundenspiel der Europa League souverän für sich entschieden. Gegen Apoel Nikosia siegte die Eintracht vor 32.400 Zuschauern 2:0 und kann jetzt auf die Auslosung zur nächsten Runde am kommenden Montag warten. Das gibt sicher auch Selbstvertrauen für das Bundesligaspiel am Sonntag in Leverkusen.

Die gute Nachricht zuerst: Nach der Randale im Frankfurter Hotel Meininger in der Nacht zuvor, war es ruhig im und um die Commerzbank Arena. Fünf der Chaoten saßen sowieso noch in Haft. Umso schöner, was die richtigen Eintracht-Fans veranstalteten. Eine tolle Choreographie mit dem Eintracht-Adler zeigte, wie toll die wahren Fans der Frankfurter sind. Trainer Armin Veh schonte seine Stars für das schwere Bundesligaspiel am Sonntag in Leverkusen.

B-Elf gegen Nikosia

In dem unbedeutenden Spiel gegen Nikosia (Eintracht stand schon vorher als Gruppensieger fest) ließ er eine B-Elf ran. Trapp, Jung, Zambrano, Rode, Schwegler, Kadlec, Oczipka und Joselu saßen auf der Tribüne oder auf der Bank. Aber die Reservisten schlugen sich gut, wollten sich wohl für die Startformation in der Bundesliga empfehlen. Fünf Großchancen gab’s schon in der ersten Hälfte. Rosenthal hämmerte aus elf Metern frei drüber (16.). Russ wurde drei Meter vorm Tor abgeblockt (22.). Inui kam über rechts durch, scheiterte aber am besten Spieler der Zyprioten Torhüter Chiotis (35.). Der hielt auch den Kopfball von Lakic (45.+1) und rettete noch mal gegen Inui (45. +1). Nur zwei Spieler zeigten wieder, dass sie eigentlich kein Bundesligaformat haben. Die beiden aus Freiburg gekommenen Jan Rosenthal und Johannes Flum ließen erneut alles vermissen. Dass Flum schon relativ oft in der Startformation der Eintracht stand, ist sowieso verwunderlich.

In der zweiten Hälfte ging’s so weiter, wie es in der ersten aufgehört hat. Inui scheiterte am Torwart (47.), Lakic schoss aus 25 Metern links vorbei (54.), Djakpa hämmerte von links ans Außennetz, Lakic köpfte aus sechs Metern in die Arme des Torhüters (62.). Es dauerte bis zur 65. Minuten bevor Ersatztorhüter Felix Wiedwald erstmals eingreifen musste. Einen Kopfball holte er unter der Latte heraus.

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In der 67. Minute dann endlich die Führung. Eine Flanke von Djakpa köpfte Stefan Schröck zu seinem ersten Pflichtspieltor für die Eintracht zum 1:0 ein. Überhaupt empfahl sich vor allem der frühere Fürther und Hoffenheimer für weitere Aufgaben. Nicht nur wegen des Tores war er der beste Frankfurter. Zusammen mit Constant Djakpa. Der verfehlte zuerst bei einem Schuss von der linken Seite nur knapp das Tor (61.). Aber in der 77. Minute zeigte er was er mit dem ruhenden Ball anstellen kann. Einen Freistoß aus 20 Metern schlenzte er rechts oben zum 2:0 ein.

Am Sonntag geht’s nun nach Leverkusen. Bayer strotzt vor Selbstbewusstsein: In der Liga auf Platz zwei, in der Champions-League durch den 1:0-Sieg bei San Sebastian das Achtelfinale erreicht. Vielleicht ist das genau die Chance der Eintracht: Wenn Bayer ein wenig unkonzentriert agiert und vor allem müde ist von dem Spanien-Trip. Große Möglichkeiten zur Rotation besitzt Leverkusens Trainer Sami Hyypiä nicht mehr. Für Spahic rückt Wollscheid in die Innenverteidigung, möglicherweise kommt Boenisch für Can. Schwer wird’s auf alle Fälle für die SGE, denn Bayer ist gerade daheim bärenstark. Sie sind eine der Mannschaften, die Bayern München mal einen Punkt abknöpfen konnte. Für den Auftakt im Abstiegskampf hätte es einen leichteren Gegner geben können.

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