Seit 12 Spielen ungeschlagen

SGE: Heimserie soll auch gegen Köln halten

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So soll es wieder sein: Alex Meier jubelt in dieser Szene nach seinem Tor zum 2:1 beim späteren 3:2-Sieg der Eintracht beim letzten Sieg der SGE am 4. Oktober 2014 gegen den 1. FC Köln.
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Frankfurt – Samstagabend steigt das zweite Heimspiel der Eintracht gegen den 1. FC Köln: Dabei wird’s um Heimstärke, Effektivität, dosierte Offensive, das Samstagabend-Glück und Alex Meier gehen.  Von Axel Grysczyk 

Sieg, Niederlage, Remis – ausgeglichener wie die Eintracht kann man nicht in eine Bundesliga-Saison starten. Wenn’s heute Abend gegen den 1. FC Köln geht, könnte sich also in dieser frühen Phase der Saison eine Tendenz abzeichnen. Geht’s nach oben oder muss die Veh-Truppe den Blick erstmal nach unten richten. Wichtig wird zunächst erstmal sein, daheim eine weiße Weste zu behalten. Die SGE ist seit zwölf Ligaheimspielen ungeschlagen (sieben Siege, fünf Remis) – eine längere Serie gab es zuletzt im Jahr 2000 unter Trainer Felix Magath (damals 15 Partien).

Torjäger Meier vor dem Comeback

Die Heimstärke kann möglicherweise auch wieder Torjäger Alexander Meier untermauern. Der 1,96-Meter-Mann steht nach langer Verletzungspause kurz vor seinem Comeback in der Fußball-Bundesliga. „Er ist auf jeden Fall dabei. Ihm geht es nach jeder Einheit besser“, sagte Trainer Armin Veh diese Woche. Fraglich ist nur noch, ob Meier bereits von Beginn an auflaufen wird oder zunächst auf der Bank sitzt. Der 32 Jahre alte Torschützenkönig der vergangenen Saison musste sich im April an der Patellasehne operieren lassen. In der Vorwoche kam Meier zum ersten Mal seitdem wieder in einem Freundschaftsspiel zum Einsatz. Käme Meier zurück, würde es enger werden im Offensivspiel der Eintracht. Haris Seferovic gilt als unantastbar. Auch wenn der Schweizer etwas geknickt von den Länderspielen der vergangenen Woche zurückkehrte. Schließlich stand er 80 Minuten gegen Slowenien auf dem Platz und wurde beim Stand von 0:2 dann ausgewechselt. Als er runter war, drehten die Eidgenossen das Spiel und gewannen mit 3:2. Der starke Luc Castaignos dürfte nach seinem Auftritt in Stuttgart auch nicht um seinem Platz auf dem Feld fürchten müssen.

Kölner stark in die Saison gestartet

Entscheidend wird aber wohl sein, wie offensiv Trainer Armin Veh sein Team agieren lassen wird. Gerade gegen den 1. FC Köln gab es in der vergangenen Saison aufregende Spiele. Die absolut unnötige 2:4-Niederlage in Köln im April und das furiose 3:2 daheim im Oktober 2014. Das war aber auch in den vergangenen neun Spielen der einzige SGE-Sieg gegen die Geißbock-Elf. Die Kölner sind prächtig in die Saison gestartet. Auswärtssieg in Stuttgart, Punkt daheim gegen Wolfsburg und vor allem der glückliche Heimsieg gegen Hamburg sorgen derzeit für Platz vier in der Tabelle. Daher gibt es keinen Anlass für Köln-Coach Peter Stöger an seiner Elf etwas zu ändern. Doch auch er wird überlegen, wie offensiv er in der Commerzbank-Arena agieren lassen wird. Beginnt Stöger nicht mit der Startelf aus dem HSV-Spiel, könnte er nur auf eine echte Spitze (Modeste) setzen und dafür Kreativkraft Jojic in einem 4-2-3-1 ins zentrale offensive Mittelfeld beordern.

Samstagabend-Topspiel als gutes Omen für die SGE 

Erfolgreich wird die Eintracht vor allem dann sein, wenn sie ähnlich diszipliniert und vor allem effektiv spielt, wie am vergangenen Spieltag in Stuttgart. Denn das 4:1 bei den Schwaben wurde erreicht, obwohl die Eintracht nur sechsmal auf das VfB-Tor schoss und nur eine Ecke herausspielte. Und wenn sich die Adlerträger an die Statistik halten, ist ein Erfolg ebenfalls garantiert: Wenn’s um ein Topspiel am Samstagabend geht, hat die Eintracht ihre vergangenen vier Partien allesamt gewonnen.

Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

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