Magisches Dreieck soll wieder wirbeln

Eintracht Frankfurt beim HSV mit der Mittelfeld-Raute

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Das erfolgreiche Sturmduo: Frankfurts Luc Castaignos (bisher vier Saisontore) und Haris Seferovic (bester Vorlagengeber der Liga und auch schon zweimal erfolgreich) jubeln über einen Treffer beim Auswärtssieg in Stuttgart. Hinter beiden Spitzen agierte Alex Meier gegen Köln. Auch gegen den HSV soll es einen Offensivwirbel geben
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Frankfurt - Nach dem 6:2-Sieg der Eintracht gegen Köln versuchte SGE-Trainer Armin Veh die Euphorie zu bremsen. Schließlich braucht seine Truppe heute beim HSV wieder die volle Konzentration und die Qualitäten von Meier, Castaignos und Seferovic. Von Axel Grysczyk

Vergangenen Samstagabend kam der Fußball-Gott zurück nach Frankfurt und schenkte der Eintracht drei Tore. Und weil dies kein alltägliches Ereignis war, sprach man in und um der Commerzbank-Arena die ganze Woche von dem Gala-Auftritt des Alex Meier in der vergangenen Woche beim 6:2 gegen den 1. FC Köln. Direkt nach dem Spiel versuchte Eintracht-Coach sofort auf die Euphorie-Bremse zu treten. Der Sieg sei zu hoch ausgefallen und man habe richtig gut auch nur in der ersten Hälfte gespielt. Auch Meier selbst sagte unter der Woche, dass ihn der Personenkult nicht viel bedeute und das er sich einzig und allein auf das nächste Spiel konzentriere. Und das führt die SGE heute Nachmittag zum Hamburger SV.

Keiner ist so effektiv wie die Eintracht

Genau zu dem Verein, bei dem Alex Meier recht unerfolgreich spielte, bevor er in Frankfurt zum Fußball-Gott wurde. Die Euphorie zu bremsen ist wichtig, um die Konzentration zu schärfen. Schließlich geht’s gegen den HSV, der in dieser Saison ein wenig besser spielt, als in den beiden Spielzeiten zuvor. Auch wenn man berücksichtigen muss, dass der HSV seine zwei Siege gegen den VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach geholt hat – gegen die beiden Teams, die noch gar keinen Punkt auf dem Konto haben. Für die Frankfurter wird es darum gehen, die gleiche Effektivität an den Tag zu legen wie beim 4:1-Auswärtssieg gegen den VfB Suttgart und beim 6:2-Gala-Sieg gegen den 1. FC Köln. Mit 31,6 Prozent hat die Eintracht die mit Abstand beste Chancenverwertung aller Bundesligisten – schon in der Vorsaison war man in dieser Kategorie das beste Team der Liga gewesen. Möglichweise gibt es eine Umstellung gegenüber dem Köln-Spiel. Carlos Zambrano soll mit einem Rippenpanzer spielen. Kann der Abwehrchef die Schmerzen wegen des Anbruchs nicht tolerieren, käme Marco Russ zum Zuge. Dessen Knieblessur ist weniger schwerwiegend als gedacht.

Muss Abraham auf der Bank Platz nehmen?

David Abraham, der bislang so solide und zuverlässig spielende Neuzugang aus Hoffenheim, dürfte dann der erste Kandidat sein, der auf der Bank Platz nehmen müsste. Vieles spricht dafür, dass die SGE wieder voll auf Angriff spielt. Mit dabei wäre dann auch wieder das magische Dreieck aus Luc Castaignos (bereits vier Saisontore), Haris Seferovic (mit drei Assists bester Vorlagengeber der Liga) und eben Alex Meier (Comebacker mit drei Toren). Ansonsten käme die Mittelfeld-Raute als taktisches System zum Einsatz. HSV-Coach Bruno Labbadia wird seine Elf wieder top motivieren. Das hat insbesondere vor heimischer Kulisse bestens geklappt. Der HSV verlor in seiner Amtszeit noch kein Pflichtspiel im Volkspark-Stadion. Ob die Eintracht diese Serie heute reißen lässt?

Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

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