Nur Unentschieden gegen Nürnberg

Zaghafte Eintracht bestraft sich selbst

+
In die Zwange genommen: Bastian Oczipka (links), und Sebastian Rode lassen Nürnbergs Tomas Pekhart (Mitte) keine Chance.

Frankfurt - Frustrierte Frankfurter beim vierten Unentschieden in Folge. Dabei war der Sieg gegen Nürnberg in greifbarer Nähe. Aber ein Gegentreffer in der Schlussphase verhindert den ersehnten Erfolg.

Lesen Sie außerdem:

Eintracht Frankfurt: Zwischenzeugnis für die Profis

Der 1. FC Nürnberg bleibt in der Bundesliga weiter sieglos, hat unter Interimstrainer Roger Prinzen in Frankfurt aber immerhin ein Remis erkämpft. Joker Josip Drmic sicherte den Franken am Samstag vor 50.200 Zuschauern beim 1:1 (0:0) durch seinen Treffer in der 86. Minute zumindest einen Punkt. Vaclav Kadlec hatte die Eintracht in der 50. Minute in Führung gebracht. Die Hessen verpassten im 750. Heimspiel ihrer Bundesliga-Geschichte den 400. Erfolg und den ersten Sieg vor eigenem Publikum in dieser Spielzeit.
„Es wäre wichtig, dass wir gewinnen. Wir brauchen Ergebnisse“, forderte Armin Veh vor Beginn der Partie am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg von seiner Mannschaft. Nürnbergs Interimscoach Roger Prinzen hatte sein Team im Vergleich zur 0:5-Heimpleite gegen den Hamburger SV auf zwei Positionen umgestellt. Für Mike Frantz und Josip Drmic rückten Javier Pinola und Niklas Stark in die Startelf der Gäste.

Ideenlose Eintracht

Bei der Eintracht feierte Torjäger Alexander Meier nach einer sechswöchigen Zwangspause wegen einer Oberschenkelverletzung sein Comeback in der Startelf der Hessen. Dank Meier begannen die daheim noch sieglosen Frankfurter druckvoll. Doch Stefan Aigner scheiterte mit einem Kopfball an FCN-Keeper Raphael Schäfer (5.). Aber auch der Club, der offenbar vor der Verpflichtung des niederländischen Trainers Rene Meulensteen steht, versteckte sich nach Wochen voller Pleiten, Pech und Pannen und nur fünf Punkten aus den ersten acht Punktspielen nicht. Nach einem Freistoß von Marvin Plattenhardt verpasste Stürmer Tomas Pekhart den Ball (11.) nur knapp. Danach verflachte die Partie aber. Die etwas ideenlos wirkenden Gastgeber, die am Donnerstag im Europa-League-Gruppenspiel Maccabi Tel Aviv antreten, mühten sich. Doch die Nürnberger Hintermannschaft ließ relativ wenig zu. Bei einem Freistoß von Tranquillo Barnetta war erneut Schäfer auf dem Posten. (31.)

Nach dem Treffer zieht sich Frankfurt zurück

Nach dem Wechsel gelang dem Team von Trainer Armin Veh ein Start nach Maß. Nach feinem Pass des noch nicht überzeugenden Rückkehrers Meier zog Angreifer Kadlec aus rund zehn Metern ab und freute sich über sein viertes Saisontor. Die Gäste forcierten danach immer weiter den Druck und drückten auf den Ausgleich. Mittelfeldspieler Stark hatte aber Pech, als er nach einer Stunde mit seinem beherzten Weitschuss nur die Latte des Eintracht-Gehäuses traf. Die Eintracht zog sich nun weit zurück und lauerte auf Konter. Allerdings fehlt es dem Veh-Team dabei an Genauigkeit. Dies wurde kurz vor dem Ende bestraft: Dann sorgte Drmic für den Ausgleich. Beim Europa-League-Starter überzeugten Sebastian Rode und Barnetta. Bei Nürnberg verdienten sich mit Abstrichen Pinola sowie Makoto Hasebe die besten Noten.

red

Kommentare