Zwangspause für Seferovic

Eintracht Frankfurt braucht gegen die Hertha den Killer-Instinkt zurück

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Wann meierts wieder für die Eintracht? Frankfurts Stürmer-Star Alex Meier, hier gegen Joel Matip vom FC Schalke 04, wirkte vor dem Tor zuletzt zu ungenau.

Frankfurt - Trotz der 2:0-Niederlage gegen Schalke geht die Frankfurter Eintracht selbstbewusst in die Heimpartie gegen Hertha BSC Berlin. Armin Veh ist gewarnt: Die Hauptstädter sind laufstark und haben in der Spitze einen gefährlichen Knipser. Von Dirk Beutel

Die Partie gegen Schalke 04 hat Eintracht Frankfurt nicht nur drei Punkte gekostet. Viel schlimmer: Die Mannschaft empfängt die Hertha aus Berlin als angeschlagener Hausherr. Die Angriffsreihe wird ohne Haris Seferovic auskommen müssen. Der 23-Jährige zog sich in Gelsenkirchen eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zu und wird die kommenden Spiele ausfallen, wie Eintracht-Arzt Christoph Seeger prognostizierte. Auf jeden Fall wird er gegen Ingolstadt fehlen.

Fällt Reinartz am Ende auch aus?

Vor allem seinem Kollegen Luc Castaignos, der die Ballsicherheit des Schweizers sehr zu schätzen weiß. Dagegen wird Trainer Armin Veh aller Voraussicht nach auf Verteidiger Aleks Ignjovski zurückgreifen können. Schalkes Huntelaar stieg dem 24-Jährigen mit seinen Stollenschuhen aufs Knie. Die Folge: Eine Prellung und eine offene Wunde. Dagegen steht der Einsatz des „Quarterbacks“ Stefan Reinartz auf der Kippe. Der ehemalige Leverkusener klagt über Schmerzen in der Wade, trainierte deshalb zuletzt nur leicht. Ein weiteres Fragezeichen steht hinter Carlos Zambrano: Der Peruaner wird, wenn er zum Einsatz kommen sollte, weiter mit Rippenpanzer spielen müssen und nicht so konsequent in die Zweikämpfe gehen können, wie er möchte. Gegen die Königsblauen musste der Abwehrchef bereits nach 50 Minuten raus.

Vorsicht: Die Berliner sind laufstark

Aber: Trotz des Ausfalls stand die Defensive sicher. Marco Russ und David Abraham funktionierten einwandfrei als Staubsauger vor der Abwehr. Es waren kurze individuelle Ausfälle die die Schalker einfach eiskalt ausgenutzt haben. Dennoch muss die Eintracht ihren Killer-Instinkt im Angriff zurückfinden. Doch das wird durch den Ausfall von Seferovic sehr schwer. Castaignos passt da plötzlich nicht mehr ins System hinein. Aber Armin Veh wird auf den Holländer nicht verzichten, ihm zur Seite könnte Luca Waldschmidt auflaufen. Das Nachwuchstalent machte auch auf Schalke einen sehr guten Eindruck. Aber da wäre ja auch noch Vaclav Kadlec als Alternative. Dahinter käme wieder Alex Meier zum Zuge, der zuletzt zwar immer torgefährlich war, aber im Abschluss die Genauigkeit vermissen ließ.

Ibisevic zuletzt mit Doppelpack gegen Köln

Gegen Hertha BSC Berlin wird die Eintracht von Beginn an bissig sein müssen. Und gut zu Fuß. Der Hauptstadtklub spielte bislang eine schnörkellose Saison, steht aber mit zehn Punkten auf Platz fünf. Den Grund dafür liefert Trainer Pal Dardai. Er hat seine Mannschaft disziplinierter und vor allem laufstärker gemacht. Dazu kommt, dass der in Stuttgart zuletzt formschwache Stürmer Vedad Ibisevic mit einem Doppelpack am Dienstag gegen Köln seine Torflaute beendete. Dafür scheint der Einsatz von Berlins Nummer eins Thomas Kraft wegen einer Rippen- und Schlüsselbeinprellung noch unsicher.

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