Eintracht Frankfurt: Gut aufgestellt geht‘s in die Zweite Liga

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So geht‘s in die neue Saison: In der vierten Reihe von links Martin Fenin, Caio, Marco Russ, Alexander Meier, Stefan Bell, Habib Bellaid, Nicola Petkovic, Julian Dudda, Marcel Titsch-Rivero, Georgis Tzavellas. Dritte Reihe von links Sonny Kittel, Karim Matmour, Pirmin Schwegler, Sebastian Jung, Sebastian Rode, Ricardo Clark, Matthias Lehmann, Alexander Hien, Zeugwart Igor Simonov, Zeugwart Franco Lionti. In der zweiten Reihe von links Trainer Armin Veh, Manager Bruno Hübner, Co-Trainer Reiner Geyer, Torwart-Trainer Manfred Petz, Konditionstrainer Christian Kolodziej, Reha-Trainer Michael Fabacher, Mannschaftsarzt Dr. Matthias Feld, Physiotherapeut Thomas Kühn, Physiotherapeut Ralf Ochs, Leiter der Lizenzspielerabteilung Rainer Falkenhain. In der ersten Reihe von links Constant Djakpa, Theofanis Gekas, Marcos Alvarez, Thomas Kessler, Oka Nikolov, Aykut Oezer, Erwin Hoffer, Ümit Korkmaz, Benjamin Köhler.

Frankfurt – Alles neu bei der Eintracht: Mit neuem Sportdirektor, neuem Trainer und bisher acht neuen Spielern geht Frankfurt nächsten Freitag in Fürth in die Saison. Das Ziel: Der sofortige Wiederaufstieg! Daran arbeitet der neue Sportchef Bruno Hübner, daran wird der neue Trainer Armin Veh gemessen. Von Peppi Schmidt

Der Anfang des Duos hat sich gut angelassen, die ersten Testspiele wurden alle souverän gewonnen.

Glanzstück der neuen Eintracht wird das Mittelfeld sein. Sebastian Rode und Matthias Lehmann werden Pirmin Schwegler flankieren. Schwegler wurde nicht nur für „unverkäuflich“ erklärt, er ist auch neuer Spielführer und damit Nachfolger von Chris und Patrick Ochs. Auf den Schultern des Schweizer Nationalspielers ruhen viele Hoffnungen, er soll das Spiel lenken und leiten, er soll das „Gesicht“ der Eintracht sein. In seinem Fall verzichtet die Eintracht sogar auf eine sicher zu erzielende Ablösesumme.

Bei Marco Russ ist das anders. Den Abwehrspieler werden die Frankfurter noch verkaufen, wahrscheinlich für drei bis vier Millionen Euro Ablöse an den VfL Wolfsburg, obwohl sie ihn sportlich dringend benötigen würden. Doch die Verantwortlichen müssen auch wirtschaftlich denken und nach Patrick Ochs, der für drei Millionen Euro ebenfalls nach Wolfsburg gewechselt ist, noch weitere Transfererlöse erzielen.

Gewaltbereite Fans

Doch trotz der wirtschaftlichen Zwänge hat Hübner einen guten Kader zusammengestellt. Der Trainer setzt auf Offensive, will die Eintracht in einem 4-3-3-System spielen lassen, alternativ auch 4-4-2. „Vorne sind wir flexibel“, sagt Trainer Veh, „da wird es schwierig für die Gegner, gegen uns zu spielen.“

Schnelle Außen wie Karim Matmour (aus Mönchengladbach geholt), Gordon Schildenberg (Sturm Graz) und Ümit Korkmaz, aus Bochum zurückgeholt, torgefährliche Mittelfeldspieler wie Caio und Alex Meier, dazu drei erfahrene Innenstürmer mit Theofanis Gekas, Erwin Hoffer und Martin Fenin – das ist ganz nach Vehs Geschmack. „Fußballerisch“ sei seine Mannschaft sehr gut, sagt Veh, „wir kombinieren gut und werden Torchancen herausspielen“.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt in diesen Tagen. Da sind vor allem die Sorgen um eine gewaltbereite Fan-Gruppe, die immer mehr zur Belastung werden. Gerade wurde wegen Sicherheitsbedenken ein Freundschaftsspiel in Darmstadt abgesagt, für das Pokalspiel gegen den Halleschen FC wurde aus Angst vor Ausschreitungen noch kein Stadion gefunden. Zudem sind ein paar Unbelehrbare selbst bei einem Freundschaftsspiel in Bern aus der Rolle gefallen. Sportchef Hübner nennt das Verhalten „einen Wahnsinn“ und empfiehlt neben dem Dialog auch hartes Durchgreifen.

Wenig erfreulich ist der Umgang der Eintracht mit Ioannis Amanatidis. Der bis 2012 laufende Vertrag soll aufgelöst werden, doch bisher gab es keine Einigung über die Abfindung. Nun fordert Amanatidis sein Recht auf „professionelles Training“ ein und die Eintracht will ihn in die U 23 abschieben. Weiterer Streit ist programmiert.

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