Sonntagsspiel gegen Gladbach

Eintracht: Offene Rechnung mit dem Angstgegner

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Alex Meier ist wieder da. Gegen Tel Aviv köpfte er das Tor zum 2:0.

Frankfurt - Nach dem glänzenden Auftritt in der Europa League folgt für die Eintracht wieder der Bundesliga-Alltag. Die Reise geht nach Gladbach. In der vergangenen Saison gab’s zwei Niederlagen. Von Peppi Schmitt

Einen Punkt braucht die Frankfurter Eintracht noch beim nächsten Europa-League-Spiel in Tel Aviv und sie wäre für die K.o.-Runde im neuen Jahr schon vorzeitig qualifiziert. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir über Weihnachten nicht mehr in diesem Wettbewerb wären“, sagte der glückliche Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen nach dem 2:0-Sieg über Maccabi Tel Aviv am Donnerstagabend. International hat die Eintracht also schon nach der Hälfte der Arbeit das Ziel fast erreicht. Nun soll es auch national aufwärts gehen. Nach dem Europacup-Festtag folgt der Alltag mit dem Auswärtsspiel am Sonntagabend bei Borussia Mönchengladbach. Ausgerechnet in Gladbach könnte man sagen, denn die Borussia hat der Eintracht in der letzten Saison alle sechs Punkte abgenommen, ist so etwas wie ein Angstgegner.

Noch eine Rechnung offen

„Mit denen haben wir noch eine Rechnung offen“, sagt Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Das Spiel gegen Tel Aviv war kaum abgepfiffen, da redeten alle Frankfurter nur noch von Mönchengladbach. „Für uns ist die Bundesliga wichtiger als Europa“, stellte Alexander Meier klar, „wir haben uns bisher in der Liga schwer getan, das muss nun besser werden.“

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Zwischenzeugnis für die Profis

Meier hat sich nach mehr als sechswöchiger Verletzungspause in beiden Wettbewerben zurückgemeldet. Beim 1:1 gegen Nürnberg war er Vorbereiter zum 1:0 von Kadlec, gegen Tel Aviv erzielte er das entscheidende 2:0 mit einem Kopfball. „Trotzdem war ihm anzusehen, dass er solange pausiert hat“, sagte Bruchhagen, „aber jedes einzelne Spiel bringt ihn weiter.“ Die Frankfurter sind nun schon seit neun Pflichtspielen ungeschlagen, befinden sich also in einer guten Form. „Ich bin sicher, dass wir auch in Gladbach gut auftreten werden“, kündigte Tranquillo Barnetta an. Der ehemalige Schalker wird immer besser, zeigte gegen Tel Aviv seine bisher beste Leistung im Trikot der Eintracht. Genau wie Torjäger Vaclav Kadlec hat er sich schon früh als Top-Transfer herausgestellt.

Trainer hat viele Möglichkeiten

Der Trainer hat nun für das Spiel in Mönchengladbach ganz viele personelle Möglichkeiten. Marco Russ ist zwar leicht angeschlagen, gab aber nach dem Spiel gegen Tel Aviv bald Entwarnung. „Es ist nicht so schlimm, ich kann spielen“, sagte er. Stefan Aigner, im Europacup von Johannes Flum ersetzt, und Takashi Inui wollen ins Team, werden es aber schwer haben, einen der Kollegen zu verdrängen. Denn der Trainer denkt weiter nicht daran, die ganze große „Rotations-Maschine“ anzuwerfen. „Ich glaube nicht, dass Spieler durch die Belastungen von drei Spielen in der Woche schlechter werden“, sagt er, „das Gegenteil ist der Fall, mit den Spielen holt man sich Kraft.“ Wer seinen Rhythmus gefunden hat, der könne die Spiele locker durchstehen. Also wird Veh in Gladbach nicht viel ändern, womöglich gar nichts.

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