Verletzungssorgen und Zukunftspläne

SGE-Rumpftruppe will Mini-Serie fortsetzen

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Frankfurt – Hoffenheim will Joselu, Wolfsburg interessiert sich für Jung, und über allem steht die Verpflichtung eines Trainers. Das Wechsel-Hick-Hack nimmt zu. Dabei muss die SGE konzentriert bleiben: Ein paar Punkte fehlen noch. Von Axel Grysczyk

Wenn die Eintracht heute auf den VfL Wolfsburg trifft, kommen Erinnerungen zurück. An den ehemaligen SGE-Kapitän Patrick Ochs, der nach großen Anfangsschwierigkeiten in Wolfsburg Fuß gefasst zu haben schien, doch gerade in den jüngsten Spielen schwächelte. Auch Marco Russ wird sich zurückerinnern an seine Zeit in Niedersachsen. Nach nur einer Saison, die für ihn wenig erfolgreich verlief, kehrte er wieder an den Main zurück. Auch, wenn er selbst nicht eingreifen kann. Der Abwehrrecke ist nach der fünften gelben Karte gesperrt. Diese Wechselspiele machen offenkundig, was der Eintracht in den nächsten Wochen blüht: Wechselgerüchte. An erster Stelle steht da derzeit Joselu. Der Angreifer hat sich in dieser Saison prächtig entwickelt und sieben Mal getroffen. Doch die Hoffenheimer wollen den Spanier zurück haben, den sie an die Eintracht ausgeliehen haben. „Gehen Sie davon aus, dass er im Sommer bei uns aufschlägt“, sagt Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen. Ähnliches gilt für Tranquillo Barnetta, der eigentlich noch bei Schalke unter Vertrag steht. Gerade der Verlust von Joselu wäre bitter. Hat die Eintracht doch endlich mal einen Stürmer in ihren Reihen, der auch regelmäßig trifft und wie unter der Woche im Spiel gegen Mönchengladbach mit einem Treffer auch mal ein Spiel entscheiden kann. Zuletzt waren die Stürmer wie Vaclav Kadlec, Srdjan Lakic, Olivier Occean oder Erwin Hoffer weniger erfolgreich. Fest steht schon, dass Sebastian Rode die Adler in Richtung München verlässt. Stefano Celozzi hat bereits angekündigt, sich um einen anderen Verein zu bemühen. Und Wolfsburg-Manager Klaus Allofs hat jüngst nochmals betont, dass er großes Interesse an einer Verpflichtung von Sebastian Jung hat (Vertrag bis 2015).

Die wichtigste Personalentscheidung hat aber vor allem Vorrang: Es muss ein Nachfolger für Trainer Armin Veh gefunden werden. Zunächst muss die SGE aber schauen, einen Punkt in Wolfsburg zu entführen. Nach den jüngsten Erfolgen beim 5:2 in Nürnberg und dem 1:0 gegen Gladbach bahnt sich eine kleine Miniserie an. Die hat zumindest dazu geführt, dass sich die Frankfurter etwas von den Abstiegsrängen abgesetzt haben. Trotz eines beruhigenden Vorsprungs vor Platz 16, darf man nicht außer Acht lassen, dass die Veh-Truppe noch gegen einige stärkere Teams antreten muss: Daheim gegen Mainz, auswärts in Schalke und zu Hause gegen Leverkusen sind keine leichten Spiele. Auch die Aufeinandertreffen gegen Hannover, Hoffenheim und Augsburg sind keine Selbstläufer. Ein Punktgewinn in Wolfsburg wird umso schwerer, weil einige Stammkräfte ausfallen. Neben Marco Russ werden auch Kapitän Pirmin Schwegler, Alex Meier,Bastian Oczipka, Bamba Anderson und Sebastian Rode fehlen. Johannes Flum könnte ins defensive Mittelfeld rücken. Takashi Inui oder Jan Rosenthal wären Alternativen für die erste Elf. Unter der Woche gab’s aber nicht nur Freude über den 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach. Die Eintracht musste mal wieder Strafe zahlen. 30.000 Euro für die eigenen undisziplinierten Fans. Damit ahndete die Europäische Fußball-Union (UEFA) das Werfen von Feuerwerkskörpern durch die Gäste-Anhänger am 20. Februar im Europa-League-Spiel beim FC Porto (2:2). Die Sanktionen gab die UEFA am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt.

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