Für einen guten Zweck durch die Hölle gehen

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Auch die Mittelalter-Freunde aus Dreieich können sie nicht stoppen: Jörg Oberle (links) und Sascha Appel auf dem Sprung zum Braveheart-Battle.

Region Rhein-Main – 24 Kilometer, gespickt mit 45 Hindernissen, dazu jede Menge Schlamm und Wasser. Der Dietzenbacher Sascha Appel und sein Team nehmen am 10. März beim Braveheart-Battle in Münnerstadt teil. Von Norman Körtge

Seit Anfang Januar sind der Dietzenbacher Sascha Appel und sein Kumpel Jörg Oberle aus Aschaffenburg am trainieren. Jede Woche laufen sie 40 bis 60 Kilometer. Auch die Frostperiode mit zweistelligen Minusgraden stoppte sie nicht. Denn die beiden wollen fit sein für das Extremste, was sie bislang in ihrem Leben getan haben: Die Teilnahme am Braveheart-Battle im unterfränkischen Münnerstadt. „Durch die Hölle gehen“ heißt der Untertitel der Veranstaltung. „Ich habe schon ein paar verrückte Sachen gemacht, aber das wird mit Abstand das Härteste“, sagt Appel.

Tiefe Wassergräben müssen beim Braveheart-Battle durchquert werden.

Vor ihm und seinem aus zehn wackeren Männern bestehenden Team liegen am 10. März 24 Kilometer, größtenteils querfeldein, gespickt mit Wasserlöchern und jeder Menge Hindernissen wie Strohballen, Erdhügel und tiefe Gräben. „Deshalb haben wir uns auch in Zweier-Teams aufgeteilt, um uns gegenseitig helfen zu können. Zum Beispiel eine Räuberleiter machen“, sagt Oberle. Appel hat am meisten Respekt vor dem kalten Wasser. „Die ersten Wasserlöcher sind gleich am Anfang. Und dann geht es pitschnass weiter“, so der Dietzenbacher.
Der Spaß an der körperlichen Herausforderung ist für die beiden Familienväter aber nur der eine Aspekt, warum sie die Strapazen auf sich nehmen. Sie quälen sich für einen guten Zweck. Appel und Oberle wollen Geld für den Berliner Verein Kinderschutzengel sammeln, der sich dafür einsetzt, schwerkranken Kindern den Krankenhausaufenthalt zu erleichtern. Sie haben Sponsoren gesucht, die etwa für jeden gelaufenen Trainingskilometer oder beim Braveheart-Battle überwundene Hindernisse einen bestimmten Betrag spenden. „Das geht von ein paar Cent bis zu 25 Euro“, berichtet Appel. Selbst wer auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/RuningforCharity den „Gefällt mir“-Button klickt, sorgt dafür, dass ein Sponsor zahlt. „Nicht nur jeder Cent, sondern auch jeder Klick zählt“, freut sich Oberle.

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