EXTRA TIPP stellt die Sportart Padel vor

Eine raffinierte Mischung aus Squash und Tennis

Vorne das Tennisnetz, hinten und an der Seite Plexiglasscheibe: Das ist die Sportart Padel. Eduardo Salinas fokusiert den Ball. Foto: nh

Es ist eine Mischung aus Squash und Tennis. Die Sportart Padel erscheint auf den ersten Blick wie ein schwer zu erlernendes und kompliziertes Rückschlagspiel. Doch das Gegenteil ist der Fall. Das Spiel aus Spanien ist vor allem für Anfänger hervorragend geeignet. Von Oliver Haas

Region Rhein–Main – Die junge Sportart Padel ist vor allem in Spanien und Südamerika populär. Und jetzt soll sie auch ihren Siegeszug in Rhein-Main antreten. Das hofft zumindest Eduardo Salinas. Er lernte 1997 in Spanien das Padel-Spiel kennen und lieben. „Ich bin ein absoluter Padel-Freak“, sagt Salinas und lacht. In Wallau hat der aus Bilbao stammende 44-Jährige 2017 zwei Padel-Anlagen im Multisports-Center aus der Taufe gehoben. „In Spanien gibt es gut 300.000 Padel-Courts. Dort ist es unglaublich populär. In Deutschland existieren bislang nur etwa 50, die auf 20 Standorte verteilt sind.“ In Hessen haben Spieler vier Möglichkeiten den Padel-Schläger zu schwingen: Neben den Courts in Wallau gibt’s auch noch Plätze in Frankfurt und Idstein.

Padel wird mit speziellen Schlägern ohne Bespannung gespielt. Das Spielprinzip gleicht dem normalen Tennis: Der Ball muss über ein Netz und darf nur einmal auf dem Boden aufkommen. Gezählt wird auch wie beim Tennis.

Aber dann kommt der „Squash-Teil“ ins Spiel: An den Seiten und hinten befinden sich Plexiglasscheiben. Wenn der Spieler also den Ball verfehlt oder sogar absichtlich passieren lässt, dann kann die Scheibe als Bande mitbenutzt werden. Das heißt: Wenn der Ball von dort zurückspringt, dann kann der Spieler ihn wieder zurück übers Netz schlagen. Und Padel ist ein Team-Sport. Denn es treten immer Zweier-Teams gegeneinander an. „Padel ist eine Sportart für jedermann und natürlich auch jede Frau“, sagt Salinas, „denn weder Geschlecht, noch Kondition oder Alter spielen eine entscheidende Rolle. Das Gute sei, dass die Schlagtechnik sehr leicht zu erlernen ist. „Im Gegensatz zum Tennis. Da müssen Anfänger meistens Trainerstunden nehmen, damit ein gutes Spiel zustande kommt. Das kann man fürs Padel-Spiel natürlich auch machen. Aber es ist nicht unbedingt nötig.“

Beim Padel gibt’s von Beginn an lange Ballwechsel, was den Spielspaß laut Salinas enorm erhöht. „Vieles geht hier eher über Finesse, gutes Auge und weniger über die Power. Denn der Ball fliegt ja immer zurück.“ Trotzdem sei es nicht so anstrengend wie Squash. „Da bin ich nach 25 Minuten kaputt. Aber Padel kann ich drei Stunden am Stück spielen“, sagt der spanische Padel-Freak.

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