Dynamos Wackel-Abwehr ist zu knacken

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Theofanis Gekas beim Sieg über Großkrotzenburg unter der Woche. In 45 Minuten traf er gleich zweimal.

Frankfurt – Die Eintracht trifft am Montag (Anstoß 20.15 Uhr) auf Dynamo Dresden. Die Mannschaft von Ralf Loose könnte ein dankbarer Gegner sein: Denn gerade im Abwehrverhalten ist der vor dem Spieltag Tabellenelfte verwundbar. Die 14 Gegentreffer sind dafür Beweis, setzen aber voraus, dass die Truppe von Armin Veh selbstsicher steht. Von Axel Grysczyk

Aus der Bundesliga kennen sich noch beide Mannschaften. Das letzte Mal trafen sie in der Saison 1994/95 aufeinander. Im Hinspiel siegte die Eintracht nach Toren von Jan Furtok und Anthony Yeboah mit 2:0 (Trainer Jupp Heynckes) und im Rückspiel gewann die Eintracht dann unter Charly Körbel mit 2:1 in Dresden nach Treffern von Manfred Binz und dem eingewechselten Michael Anicic. Es waren damals harte Zeiten für Dynamo. Nach dem Ende der Saison begann der Niedergang. Weil sie mehrere DFB-Auflagen nicht erfüllt hatten, stiegen sie als Tabellenletzter nicht in die Zweite Liga, sondern gleich in die Regionalliga ab. 12.200 Zuschauer sahen damals im Rudolf-Habig-Stadion das Spiel. Beim letzten Heimspiel von Dynamo waren es 22.600 Fans. Dynamo ist wieder da. Auch wenn sie erfolgreicher in der Tabelle dastehen würden, wenn sie sich in der Abwehr nicht so naiv anstellen würden und im Angriff ihre hundertprozentigen Chancen besser nutzen würden. Einer der als Chancentod in dieser Saison auffiel, ist ein alter Bekannter.

Marcel Heller kam im Sommer nach Sachsen, nachdem die Eintracht seinen auslaufenden Vertrag nach vielen Verletzungen und wenigen Einsätze nicht verlängerte. Eintracht-Trainer Armin Veh wollte nicht einmal mehr mit ihm reden. Der 26-Jährige brennt auf einen Einsatz, wurde aber in den letzten beiden Partien nur eingewechselt. Auch weil er zu Beginn der Saison seinen vermeintlichen Stammplatz verspielte, indem er ein paar sichere Chancen kläglich versiebte.

Eintracht mit bewährtem Team

Ob Heller von Beginn an aufläuft ist also ungewiss. Ein weiteres Fragezeichen steht hinter Dynamo-Kapitän Cristian Fiel. Der 31-Jährige steht wieder im Mannschaftstraining und drängt in die Startelf. Sollte er auflaufen, müsste Maik Kegel weichen. Bei der Eintracht dürfte sich in der Mannschaftsaufstellung nicht viel ändern. Idrissou hat mit seiner Gala-Vorstellung im Heimspiel gegen Rostock die Macht-Verhältnisse beim Mega-Sturm in der Liga zurechtgerückt. Er spielt und Friend, Hoffer und Gekas schauen zu. Auch wenn der Grieche unter der Woche beim 6:1-Sieg im Testspiel beim Kreisoberligisten FC Germania 09 Großkrotzenburg in 45 Minuten zwei Tore schoss.

Die Eintracht könnte mit einem Punkt leben, mit einem Sieg wäre sie oben mit dabei. Wie damals in der Bundesliga-Saison 94/95 als sie zweimal gegen Dynamo gewannen…

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