In diesem Jahr will sich der Eschborner Tony Martin nicht überholen lassen

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Tony Martin, hier noch beim Zeitfahren während der diesjährigen Tour de France, wird am 31. Juli in Bad Homburg an den Start gehen.

Bad Homburg – Einer der Favoriten des Bad Homburger Kurparkrennens hätte es normalerweise nicht weit zum Start: Doch einerseits ist Tony Martin, der als Vierjähriger nach Eschborn zog, nicht mehr im Taunus beheimatet. Andererseits ist er noch bei der „Tour de France“ unterwegs. Dort gehört er zu den Favoriten. Von Jens Dörr

Das Profifeld setzt sich erneut an der Wicker-Klinik in Bewegung setzen, Start ist am 31. Juli um 14 Uhr. Schüler, Jugend und Jedermänner sind in weiteren Wettbewerben bereits ab 8.15 Uhr auf der Strecke. Insgesamt rund 300 Fahrer werden bei den verschiedenen Rennen der 32. Auflage des Rennens im Kurpark an den Start gehen. Sie alle müssen den Parcours über die Kaiser-Friedrich-Promenade, den Schwedenpfad, Paul-Ehrlich-Weg und die Kisseleffstraße bewältigen. Eine Runde umfasst 1,6 Kilometer. Die Profi-Teams müssen hierbei über 50 Runden gehen und eine Gesamtdistanz von 80 Kilometern zurücklegen.

70 Rennfahrer aus sieben Nationen

Danilo Hondo (links) hofft, nach dem Rennen Sieger-Interviews zu geben.

Neben Tony Martin (Team HTC-HighRoad) zählt selbstverständlich Danilo Hondo (Lampre-ISD) zu den Anwärtern auf Platz eins. Hondo siegte in Bad Homburg bereits 2004 und 2009, während Martin im vergangenen Jahr knapp den Platz an der Sonne verpasste. Im hochklassigen Fahrerfeld der Elite wird allerdings der australische Olympiasieger von Athen 2004, Luke Roberts (SaxoBank-Sungard), versuchen, den deutschen Tour-Assen die Suppe zu versalzen.

In dieser Woche weilte Rennleiter Peter Rohracker noch in Frankreich, um letzte Top-Fahrer für das Rennen anzuwerben. Dem RSC 1979 Bad Homburg zufolge ist es realistisch, kommenden Sonntag mit weiteren Fahrern der „Tour de France“ zu rechnen. 70 Rennfahrer aus sieben Nationen sind es auch so schon.

„Zuschauer und Rennfahrer kommen sehr gerne nach Bad Homburg“, sagen Rohracker und Uwe Janovszki, Vorsitzender des RSC. Die Gründe aus ihrer Sicht: „Man weiß, dass Rennstrecke, Organisation und Ambiente stimmen, und das bereits seit vielen Jahren.“ Eine Veranstaltung dieser Größenordnung lebe eben von der Kontinuität. Man versuche, den Bad Homburgs Slogan „Champagnerluft und Tradition“ auch auf diesen Radsport-Klassiker zu transportieren.

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