Saisonauftakt in Diedenbergen

Wer ist das beste Speedway-Pärchen?

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Geht beim Paarvergleich für Wittstock an den Start: Der ehemalige Rocket-Fahrer Kai Huckenbeck.

Hofheim – In der Speedway-Bundesliga ist der MSC Diedenbergen in dieser Saison nicht vertreten. Motorsportfans kommen an der Rennbahn an der Wildsachsener Straße dennoch auf ihre Kosten. Am Sonntag, 9. Juni, veranstaltet der MSC erstmals den Best Pairs Speedway. Von Norman Körtge

Es war ein turbulenter Winter beim Motor-Sport-Club Diedenbergen. Und am Ende war klar: Nachdem der MSC jahrelang in der Speedway-Bundesliga Rennen gefahren ist, wollen die Verantwortlichen momentan nicht die finanziellen und organisatorischen Risiken tragen. Dennoch soll an der Wild-Sachsener Straße attraktiver Motorsport geboten werden. Am Sonntag, 9. Juni, wird nun der Saisonauftakt gefeiert – so spät wie noch nie, aber nach Meinung von Rennleiter Markus Ax genau richtig: „Wir wollten vom Wetter her einfach auf der sicheren Seite sein. Die richtige Entscheidung wie die zahlreichen, witterungsbedingten Rennabsagen zum Saisonstart deutschlandweit gezeigt haben.“

Auf der Suche nach einer Alternative zur Bundesliga kamen die MSC-Verantwortlichen auf einen deutschen Vereins-Paarvergleich. Dabei sind jeweils zwei Vereinspaare auf der Strecke. Je nach nach Zieleinlauf gibt es Punkte. So soll das beste Paar ermittelt werden. „Mit diesem Paarvergleich schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe“, so der stellvertretende Vorsitzende Stefan Grell: „Solch einen Wettbewerb gibt es deutschlandweit nicht. Auch andere Veranstalter fahren Paarvergleiche aus, dann aber mit mehreren Pärchen aus einem Verein.“ Außerdem habe der Deutsche Motorsport Bund die Wieder-Einführung einer deutschen Paar-Meisterschaft nicht auf seiner Agenda, obwohl auch die Bundesliga seit ein paar Jahren im Paarmodus gefahren wird. „Die Ermittlung des besten deutschen Pärchens wäre ein logischer Schritt“, so Grell.

Pärchen aus sechs deutschen Vereinen

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Um diese Lücke zu schließen, hat der MSC Diedenbergen nun Pärchen aus sechs verschiedenen deutschen Vereinen zu sich ins Rhein-Main-Stadion geladen. Dabei treffen die Paare aus Landshut, Wittstock, Brokstedt, Stralsund und Wolfslake auf die Vertreter der Diedenbergen Rockets. Wer für die Rockets startet, muss noch entschieden werden. „Bei der Auswahl der Paare haben wir auf Leistungsdichte geachtet, so dass wir davon ausgehen dass es beim Kampf um den Tagessieg sehr eng zugehen wird“, sagt der sportliche Leiter Jürgen Ax. Mit Kai Huckenbeck, Eric Pudel oder Max Dilger haben bereits einige arrivierte deutsche Fahrer ihr Kommen zugesagt. Ein Wiedersehen auf der Diedenbergener Rennbahn wird es auch mit dem ehemaligen MSC-Fahrer René Deddens geben.

Los geht es am 9. Juni ab zehn Uhr mit dem Training sowie der Vorläufe der Juniorenklasse. Start des Best Pairs Speedway Cups ist um 14 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt zehn. Jugendliche zahlen sechs Euro, Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt.

In Diedenbergen wird in diesem Jahr noch mehr geboten. Am 30. Juni findet ein Quad-Rennen statt und am 8. September wird das Junioren-Finale um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen.

Mehr Informationen im Internet unter www.msc- diedenbergen.de

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