Ulf Schott ist DFB-Sportdirektor

Ein Dieburger an der Spitze des Fußballs

+
Der Dieburger Ulf Schott hat als DFB-Sportdirektor eine der herausragenden Positionen im deutschen Fußball inne.

Frankfurt – Seine fußballerischen Anfänge hatte er im Dress des SV DJK Viktoria, seine aktive Glanzzeit beim SV Darmstadt 98 – jetzt ist der gebürtige Dieburger Ulf Schott Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bunds. Von Jens Dörr

Frankfurt – Seine fußballerischen Anfänge hatte er im Dress des SV DJK Viktoria , seine aktive Glanzzeit beim SV Darmstadt 98 – doch mit Blick auf das runde Leder ist Ulf Schott heute so erfolgreich wie nie zuvor. Der 42-jährige gebürtige Dieburger ist Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) und bekleidet damit eine der wichtigsten Positionen im weltgrößten Sportverband.

Hüter der Trainerausbildung

Seit Juni 2012 ist Schott nicht nur oberster „Hüter“ über die wichtige Trainerausbildung, Talentförderung und den Schulfußball in Deutschland. Der Diplom-Sportwissenschaftler, der auch die A-Trainerlizenz besitzt, ist seit 1997 beim DFB und war dieser Zeit bereits maßgeblich für den Aufbau der Talentförderung in Deutschland verantwortlich. Die trug entscheidend zum guten Abschneiden der Nationalelf bei den vergangenen Welt- und Europameisterschaften bei, zu Titeln der Nachwuchs-Nationalmannschaften sowie zum Fakt, dass sich Bundesliga und Nationalelf aus einem mittlerweile großen Pool an potenziell international wettbewerbsfähigen Talenten bedienen können. „Wir wollen jedem leistungswilligen Talent in der Bundesrepublik die Chance geben, entdeckt zu werden“, weist Schott in diesem Zusammenhang auf die Ebenen Stützpunkte, Nachwuchsleistungszentren und Eliteschulen hin.

O-Ton-Lieferant für die Sportschau

Auch die Dritte Liga mit ihrem Spielbetrieb und den hessischen Vereinen Darmstadt 98, Kickers Offenbach und SV Wehen Wiesbaden zählt zu Schotts Aufgabengebiet. Nicht selten ist er aus diesem Anlass in den vergangenen Monaten auch schon als O-Ton-Lieferant in der „ Sportschau “ zu sehen gewesen. Durch seinen 15-jährigen „Vorlauf“ beim DFB ist Schott tief in der Materie drin und scheut auch vermeintliche Tabuthemen nicht. Die schwierige finanzielle Situation in der Dritten Liga und das damit oft in Verbindung gebrachte vermeintlich zu kleine Stück vom Fernsehkuchen ist so eins. Aus der Hauptverantwortung will Schott die Vereine beim Wirtschaften nicht herauslassen.

Obwohl Schott mittlerweile in Frankfurt wohnt, hat er den Kontakt nach Dieburg nicht abreißen lassen. Seine Eltern etwa wohnen noch dort, Vater Klaus Schott war in Dieburg Lehrer. Mit dem Skiclub fuhr er in die Berge. Und natürlich kreist ab und zu auch mal ein Gedanke um den SV DJK Viktoria: Dort begann er mit dem Kicken, landete 1987 in der Jugend des SV 98. Dort setzte sich Schott bei den Aktiven durch, brachte es zwischen 1990 und 1997 auf 21 Zweitliga- und 50 Regionalliga-Spiele für die Lilien. Unterbrochen wurden die aktiven Jahre in Darmstadt von einem Gastspiel beim damaligen Oberligisten SV Wiesbaden.

Kommentare