U-19 Nationalkeeper spielt gegen seinen Ex-Klub OFC

Marvin Schwäbe kommt zurück nach Offenbach

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Ganz in Gelb: Marvin Schwäbe, U19-Nationalkeeper aus Dieburg, will gegen den OFC gewinnen.

Dieburg – Marvin Schwäbe  hat schon Nationalmannschaft gespielt, spielt jetzt in der „Zweiten“ von Hoffenheim und hofft, einmal ähnlich erfolgreich zu sein wie sein Bruder. Am nächsten Samstag gastiert er in Offenbach.Von Jens Dörr.

Er ist einer der besten deutschen Nachwuchs-Torhüter: Der Dieburger Marvin Schwäbe wechselte im Sommer 2013 von den A-Junioren der Frankfurter Eintracht zur TSG Hoffenheim. Bei den Badenern, die dank der Millionen von Mäzen Dietmar Hopp bekanntlich in wenigen Jahren aus den Niederungen des Amateur-Fußballs bis in die Bundesliga marschierten und heute mit über die beste Infrastruktur und Nachwuchsförderung in Deutschland verfügen, hat der länderspielerfahrene 1,91-Meter-Keeper in den vergangenen Monaten den schweren Sprung in den Männer-Fußball geschafft. Am kommenden Samstag, 22. Februar, will der 18-Jährige auch gegen seinen Ex-Klub Kickers Offenbach auf dem Bieberer Berg Tore verhindern.

Denn Schwäbe spielt inzwischen meist in der zweiten Mannschaft der Hoffenheimer, die zusammen mit dem OFC in der mindestens semiprofessionellen Regionalliga Südwest auflaufen. Neben fünf Saisonspielen in der A-Junioren-Bundesliga absolvierte der Schlussmann in der Hinrunde schon neun Partien für die TSG II. Viermal blieb er dabei ohne Gegentor, kassierte in der torreichen Klasse lediglich zwölf Gegentreffer.

Staker Torhüter gegen Offenbachs Offensive

Ein Einsatz des Dieburgers, dessen Marktwert Branchenkenner schon jetzt bei 50.000 Euro ansiedeln, gilt am nächsten Samstag als wahrscheinlich. Mit Schwäbe wird sich den Kickers einer der aktuellen Torleute des U19-Nationalmannschaftskaders in den Weg stellen. Im Oktober 2013 debütierte Schwäbe gegen die U19 Schottlands. Unter Coach Marcus Sorg hat er es inzwischen auf drei U19-Länderspiele gebracht. Zweimal lief der Dieburger zuvor für die deutsche U18 auf, sechsmal für die U17.

Das Umfeld in Offenbach kennt die Torwart-Hoffnung derweil nur zu gut: Von seinem ersten Verein Hassia Dieburg wechselte Schwäbe in der Jugend zum OFC – und von dort zur Frankfurter Eintracht. Auf markige Sprüche verzichtet der bescheidene 18-Jährige vorab: „Ich möchte erstmal die entsprechenden Leistungen auf dem Platz bringen und konzentriere mich voll darauf“, sagt er. Seine sportlichen Vorzüge fasste er so zusammen: „Ich bin stark in Eins-gegen-eins-Situationen, habe körperliche Vorteile und gute Nerven.“

Körperliche Vorteile und Talent bei Schwäbe

Bei den „körperlichen Vorteilen“ profitiere er unter anderem auch von seiner Vergangenheit im Ringen – seiner zweiten Sportart als Kind und Jugendlicher, ehe er sich für Fußball entschied. Im Gegensatz unterdessen zu seinem Bruder Kevin Schwäbe: Der war ebenfalls Ringer und Kicker, konzentrierte sich dann auf die Kampfsport-Art und wurde dort Deutscher Meister.

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Bis das auch Marvin Schwäbe im Fußball gelingt, ist es noch ein weiter Weg.

Für Torhüter aus der zweiten Reihe, die auf ihre Chance im Oberhaus lauern, ist die TSG Hoffenheim allerdings ein vielversprechender Verein: Schon mehrfach tauschte die TSG in dieser Saison ihre Nummer eins, trennte sich kürzlich von Ex-Nationalkeeper Tim Wiese – und könnte in nicht allzu langer Zukunft auch dem Dieburger eine Chance geben. Erst recht, wenn gegen den OFC einmal mehr die Null stehen sollte.

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