OFC spielt gegen den FC Ingolstadt

DFB-Pokal: Kein gutes Los für die Kickers

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Schon etwas enttäuscht: Christian Cappek nach der torlosen Partie gegen Worms. Jetzt kommt mit dem FC Ingolstadt auch noch ein starker Zweitliga-Gegner.

Offenbach - Die Offenbacher Kickers und der DFB-Pokal, das ist eine durchaus erfolgreiche Geschichte. Nach einem Jahr Pause sind die Offenbacher nun wieder dabei – am Montag gegen Ingolstadt. Von Peppi Schmitt 

Nicht nur wegen des unvergessen Pokalsieges 1970 in Hannover gegen den 1.FC Köln. Viele Pokalschlachten wurden am Bieberer Berg erfolgreich geschlagen, gerade in den Jahren der Unterklassigkeit war der Pokal immer gut geeignet, das Selbstwertgefühl für ein paar Stunden und ein paar Spiele zu steigern. Große Gegner wie die Frankfurter Eintracht oder Borussia Dortmund haben im letzten Jahrzehnt ihre Aufwartung gemacht, es gab unvergessene Fußballschlachten auf dem „Berg“. Nach einem Jahr Pause sind die Offenbacher nun wieder dabei. Und waren nach der Auslosung durchaus ein wenig enttäuscht. Gewünscht hatten sich alle einen der ganz „Großen“ aus der Bundesliga, kommen aber wird der FC Ingolstadt.

Ein Sieg muss her fürs Geld

Das ist kein gutes Los für die Kickers, in jeder Beziehung. Zum einen haben die Ingolstädter weder eine große Anziehungskraft noch selbst große Fanunterstützung, der Zuschauerandrang wird sich also in Grenzen halten. Zum anderen sind die bayrischen Gäste ein sehr, sehr starker Gegner, der in dieser Saison zu den Favoriten in der Zweiten Liga zählt. Auch den Vorteil, den die Regionalligaklubs gegenüber Erstligisten hätten, die Spielpraxis, fällt gegen die Zweitligisten weg. Auch Ingolstadt hat schon zwei Pflichtspiele hinter sich, ist dabei ungeschlagen geblieben. 1:1 in St.Pauli, 2:2 gegen Darmstadt lauteten die Resultate. 140.000 Euro garantiert der DFB jedem Klub für die erste Runde. Will der OFC ans große Geld, muss er weiterkommen. Und dafür vermutlich besser spielen als in den ersten Begegnungen dieser Saison.

Torhüter Enders ist der Rückhalt

Von allem war etwas dabei an den ersten drei Spieltagen der Regionalliga Südwest – eine Niederlage in Pirmasens, ein Sieg gegen Neckarelz, ein Unentschieden in Worms. Die Resultate spiegelten die Leistungen wider. Dem schwachen Start in Pirmasens folgte ein guter Heimauftakt gegen Neckarelz und dann ein durchschnittliche Partie in Worms. Nicht genug, um oben in der Tabelle dabei zu sein, nicht genug, um mehr als eine Außenseitertolle gegen Ingolstadt einzunehmen. Viel wird am Montagabend auf Torhüter Daniel Endres ankommen. Er ist seit Wochen der große Rückhalt der Mannschaft, zwischen den Pfosten sowieso, aber als Kapitän.

Obwohl die Partie schon um 18.30 Uhr beginnt, also bei Tageslicht, wird das Flutlicht eingeschaltet. Und sollte das dann auch angehen, anders als beim zwischenzeitlichen Stromausfall im ersten Regionalliga-Heimspiel, kann dies beflügelnd wirken. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass eine größere Mannschaft im Pokal in Offenbach stolpert.

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