Brezeln sind hier nicht gerne gesehen

Deutsche Meisterschaften im Ringtennis kommen nach Roßdorf

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In der Roßdörfer Zahlwaldhalle finden die Deutschen Jugendmannschafts- und Vereinsmeisterschaften im Ringtennis statt.

Roßdorf – Wenn die Teams bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Ringtennis in der Zahlwaldhalle Roßdorf aufeinandertreffen, ist der heimliche Star aus Moosgummi. Und er wiegt gerade einmal 200 Gramm. Von Jens Dörr

Ermittelt werden am Samstag ab zehn Uhr Deutschlands beste Jugendmannschaften sowie die besten Vereine bei den Aktiven. Neben Ausrichter und Gastgeber SKG Roßdorf hat auch die TG Groß-Karben aus dem Ortsteil der Taunus-Stadt Karben Chancen auf den Titel. Sechs Aktiven- und vier Jugendteams haben sich in den Qualifikationsturnieren in den drei Regionalgruppen für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert.

Auch Gastgeber Roßdorf musste sich auf sportlichem Weg durchsetzen, wie Walter Amon erläutert. Er ist neben Katrin Schwing, Tobias Höfelmayr und Thomas Tregel einer der vier Trainer, die die 50 Ringtennis-Akteure bei der SKG coachen. Innerhalb des Turner-Bunds fungiert Amon zudem als hessischer Landesfachwart für Ringtennis. Die Roßdörfer bringen sowohl bei den Aktiven- als auch den Jugendteams eine Mannschaft aufs Parkett. Und haben nach 2013, als die SKG bereits die Deutschen Einzelmeisterschaften mit fast 200 Teilnehmern ausrichtete, wieder einmal einen Saisonhöhepunkt ihrer Sportart in die Gemeinde geholt.

SG Suderwich gilt als Favorit auf den Titel

Große Unterschiede, ob man Ringtennis in der Halle oder im Freien spiele, gebe es nicht, meint Amon. Bei den Erwachsenen – hier bilden jeweils mindestens zwei Männer und zwei Frauen eine Mannschaft und treten dabei im Einzel, Doppel und Mixed an – nennt er etwa die SG Suderwich als heißen Titelanwärter. Neben dem Verein aus dem Stadtteil von Recklinghausen und der SKG Roßdorf haben sich auch Teams aus Hamburg, Hannover, Heddesdorf und Neubibach qualifiziert. Bei den Jugendlichen könnten die Groß-Karbener dem Mitfavoriten Suderwich den Titel streitig machen. Hinzu kommen Rodenbach und die Roßdörfer.

Auf mehreren Spielfeldern wird es für sie alle darum gehen, den Moosgummi-Ring über ein 1,55 Meter hohes Netz ins große Feld des Gegners zu werfen. Entscheidend bei der Ausführung der Würfe ist: Fangen, Führen und Werfen des Rings müssen in einer flüssigen Bewegung ausgeführt werden. Mit dem Ring darf außerdem nicht gelaufen werden. Maximal zwei Bodenberührungen sind mit dem Ring in der Hand erlaubt. Vor allem: Der Ring muss nach Verlassen der Hand steigen, darf nicht nach unten geschmettert oder waagerecht geworfen werden. Auch extremes Wackeln wird als Fehler und Punkt für den Gegner gewertet. „Brezel“ nennen das die Experten.

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