Verletzte Spielerinnen vom FFC nicht dabei

Frauenfußball-EM: Daumendrücken vom Krankenbett

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Zwei Leistungsträgerinnen ohne EM-Ticket: Verletzungsbedingt mussten die beiden Spielerinnen des FFC Frankfurt, Kim Kulig und Babett Peter ihre Teilnahme absagen.

Frankfurt – Deutschland reist als Titelverteidiger zur Frauenfußball-Europameisterschaft (10. bis 28. Juli) nach Schweden. Trotz gelungener Generalprobe mit einem 4:2-Sieg gegen Weltmeister Japan, muss Bundestrainerin Silvia Neid auf sechs Nationalkickerinnen verzichten. Von Dirk Beutel

Kim Kulig und Babett Peter vom 1. FFC Frankfurt mussten verletzungsbedingt passen und können bei der EM in Schweden nicht teilnehmen. Sie drücken ihrer Mannschaft von zuhause aus alle Daumen für das Titelrennen.

Für beide war es ein Schock. Ermüdungsfraktur im linken Fuß bei Babett Peter, und Kim Kulig quält wieder ihr kaputtes Kreuzband. Die Nationalspielerinnen im Dienste des 1. FFC Frankfurt verpassen die Frauenfußball-Europameisterschaft: „Der erste Schock ist überwunden, aber die Traurigkeit wird noch lange anhalten. Mein Bein darf ich sechs Wochen nicht belasten, dass ist schon eine Herausforderung. Ich bin ständig auf andere Menschen angewiesen, dies macht natürlich nicht so viel Spaß. Aber man kann an der Situation nichts ändern, da muss ich jetzt durch und will weiter nach vorne blicken“, sagt die 23-jährige Kulig.

Auch Babett Peter muss zu Hause bleiben und sich auskurieren. Dabei war die Verteidigerin fest auf der linken Abwehrseite eingeplant. Andere Alternativen wie Linda Bresonik oder Alexandra Popp haben ebenfalls abgesagt. Dass sich dadurch diese Position zu einer Achillesferse für die deutsche Mannschaft entwickelt, glaubt Peter aber nicht: „Unser Team ist in der Defensive variabel aufgestellt und verfügt trotz der verletzungsbedingten Absagen über eine hohe Ausgeglichenheit, Spielstärke und mannschaftliche Geschlossenheit.“

Trotz ihrer Verletzungen drücken sie ihren Teamkolleginnen nicht nur die Daumen. Sowohl Kulig als auch Peter trauen der deutschen Mannschaft die Titelverteidigung zu, gerade auch nach dem Sieg gegen den amtierenden Weltmeister: „Ich denke, dieser Sieg hat dem Team sehr gut getan. Die sehr gute Stimmung in der Mannschaft sowie die Vorfreude auf das Turnier wurde noch mehr gepuscht. Außerdem hat spielerisch schon sehr vieles bei uns zusammen gepasst“, sagt die 25-jährige Peter.

Zeug zum Europameister

Ähnlich denkt ihre Vereinskollegin, die die deutsche Mannschaft zu den Favoriten zählt. Kulig: „Schweden und Frankreich schätze ich bei diesem Turnier ganz stark ein. Aber wir haben auf jeden Fall das Potenzial, sehr weit zu kommen. Ich persönlich denke, dass viele Mannschaften das Zeug dazu haben, Europameister zu werden.“

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Babett Peter hingegen vertraut voll und ganz auf das Spiel der deutschen Damen. Mit dem nötigen Quäntchen Glück sei wieder alles möglich: „Bei einem internationalen Turnier ist es immer schwer, sich durch zu setzten und am Ende ganz oben zu stehen. Das wird dieses Jahr in Schweden nicht anders werden. Unsere Mannschaft verfügt aber über die Qualität und mentale Stärke, um Europas Nummer eins zu werden“, meint Peter.

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