Derby-Fieber in Frankfurt

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Eintracht-Coach Armin Veh

Frankfurt – Ganz Fußball-Frankfurt fiebert dem Stadtderby zwischen dem FSV und Eintracht Frankfurt entgegen. Am Sonntag ist um 13.30 Uhr Anstoß in der ausverkauften Commerzbank-Arena. Von Peppi Schmitt

Derbys sollen wie Pokalspiele ja ihre „eigenen Gesetze“ haben. Wäre dies nicht so, wäre die Eintracht beim Spiel am Sonntag „beim“ FSV Frankfurt klarer Favorit. Die rot-schwarzen dürfen das Auswärtsspiel im eigenen Stadion bestreiten, weil der FSV die größte Einnahme der Vereinsgeschichte verständlicherweise dem sportlichen Vorteil vorzieht. Die Eintracht hat in dieser Saison noch kein Spiel verloren, der FSV hat noch kein Spiel gewonnen. Die Eintracht will aufsteigen, der FSV will nicht absteigen. Die Eintracht ist der „große“ Frankfurter Fußballverein, der FSV der „kleine.“ Aber wie groß werden die Unterschiede auf dem Platz wirklich sein? Wo hat der FSV vielleicht doch Vorteile, wo hat die Eintracht die Nase vorn. Eine Analyse:

Tor: Patric Klandt gehört zu den besten Torhütern der Zweiten Liga, Oka Nikolov steht seit bald 20 Jahren seinen Mann im Eintracht-Kasten. Wertung: Unentschieden.

FSV-Mann Hans-Jürgen Boysen

Abwehr: Da hinterließ der FSV zuletzt den stabileren Eindruck. Das Innenverteidiger-Duo Schlicke/Gledson ist im Gegensatz zu Anderson/Schildenfeld eingespielt. Mit Huber und Texeira auf den Außenpositionen sind die Bornheimer ähnlich gut besetzt wie die Eintracht mit Jung und Djakpa. Wertung: Vorteil FSV. Mittelfeld: Da hätte die Eintracht sicher Vorteile, würde nicht Meier fehlen. Ohne ihn und einen nach Verletzung gerade erst wieder hergestellten Schwegler könnte es ein Patt geben. Rode und Lehmann sind noch nicht in Form gekommen, Köhler und Matmour spielen nur ab und zu groß auf. Caio ist eine „Wundertüte“. Die Schwarz-Blauen haben mit Spielmacher Yelen einen guten Griff getan, auch der ehemalige Eintracht-Jugendspieler Stark hat eingeschlagen. Cinaz und Müller sind erfahrene Zweitligaspieler. Wertung: Unentschieden.

Angriff: Da hapert es beim FSV, erst zwei Tore in vier Spielen. Nur Benyamina verbreitet ein wenig Schrecken beim Gegner, ausgerechnet den ehemaligen Berliner hat Trainer Boysen zuletzt nicht aufgestellt. Gegen die Eintracht wird er sicher spielen. Mit Meier fehlt der Eintracht der beste Schütze, aber Trainer Veh hat genug Alternativen. Gekas zeigte zuletzt aufsteigende Tendenz, Hoffer und Fenin brennen auf ihre Chance. Wertung. Vorteil Eintracht.

Voraussichtliche Aufstellung. FSV: Klandt - Huber, Schlicke, Gledson, Texeira - Stark, Cinaz - Müller, Yelen, Gaus - Benyamina.

Eintracht:Nikolov - Jung, Anderson, Schildenfeld, Djakpa - Schwegler, Lehmann - Rode, Caio (Korkmaz) , Köhler - Gekas.

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