Am Samstag gegen Darmstadt im Volksbank-Stadion 

Galaxy-Defensive muss gegen die Diamonds stehen

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Frankfurt – „Wiener Blut“ dröhnte es nach dem souveränen 44:0-Erfolg der Frankfurt Galaxy über die Holzgerlingen Twisters aus den Lautsprecherboxen am Bornheimer Hang. Von Uwe Lange

Wer der fast 5000 Zuschauer etwas irritiert den Walzer-Klängen lauschte und an einen Fehlgriff der HR-DJs Werner Reinke und Jürgen Rasper dachte, sah sich schnell getäuscht: Die Erinnerungen an Johann Strauß im dreiviertel Takt anstelle der sonstigen rockigen Klänge von AC/DC bis Bon Jovi galten aber dem Österreicher Laurinho Walch, der kurz zuvor mit einem spektakulären Lauf über das halbe Feld die Menge begeisterte.

Der 22-jährige Passempfänger aus Wien schnappte sich das Ei, wieselte durch die Abwehrreihen der Gäste und konnte sich seinen Angreifern durch einen Salto kurz vor der Endzone entziehen, so dass der folgende Touchdown eine reine Formsache für seine Galaktischen war. Der Österreicher Walch gilt als eines der größten Talente im europäischen Football, Experten sehen ihn sogar unter den Top-Ten Akteuren außerhalb der USA.

Gegen die Diamonds wird´s zur Sache gehen

Sein Headcoach Markus Grahn hakte diese Szene und den ungefährdeten Sieg jedoch schnell ab: „Am Samstag steht uns mit den Darmstadt Diamonds ein ganz anderes Kaliber gegenüber“, sagt der 46-Jährige und wies auf das kommende schwere Hessen-Derby hin. „Die agieren physisch sehr robust und werden meinen Jungs alles abverlangen“, fügt er hinzu. Das dritte Heimspiel (Kick-off heute um 19 Uhr) binnen 14 Tagen dürfte auch das bislang anspruchsvollste sein, nachdem die ersten beiden Partien im Volksbank-Stadion am Ende einseitig verliefen.

Defensiv-Koordinator Thomas Kösling freut sich ebenso wie sein Chef auf eine emotionale Partie, fordert aber volle Konzentration ein: „Die körperliche Präsenz des Spiels wird enorm zunehmen, so dass unsere Abwehr von der ersten Sekunde an hellwach sein muss, sich dem Spiel der Diamonds stellen wird, ohne das eigene Konzept jedoch zu vernachlässigen.“

Gespannt ist Kösling auch auf das Bruder-Duell zwischen Sebastian (Frankfurt) und Jhonattan (Darmstadt) Silva-Gomez, die sich erstmalig als Rivalen gegenüberstehen, nachdem Sebastian vor der Saison zur Galaxy wechselte. Beide entstammen der guten Nachwuchsarbeit der Diamonds, wollen sich aber „in den 48 Minuten nichts schenken“, sagt der 21-jährige talentierte Linebacker Sebastian.

Mehr als 6000 Zuschauer werden erwartet

Erneut erwarten die Verantwortlichen der „Men in purple“ nach dem gut laufenden Vorverkauf eine stattliche Kulisse und mehr als 6000 Besucher am Bornheimer Hang, nachdem die ersten beiden Begegnungen schon guten Zuspruch erfuhren.

Manager Matthias Mämpel sieht sein Konzept mit Sport und Show (Power Party ab 16 Uhr) für die ganze Familie bestätigt, stellte sich aber auch den vereinzelten Startschwierigkeiten: „Nach dem Eröffnungsspiel haben wir aus einigen Engpässen unsere Konsequenzen gezogen und die Nadelöhre behoben“, sagt der der Galaxy-Macher.

Und wenn die Stimmung bei einem weiteren Erfolg seiner Profis wie zuletzt nach der Flugeinlage von Laurinho Walch überschwappen sollte, könnte aus der Jukebox der Uralt Marilyn-Monroe Hit „Diamonds are a girl´s best friend!“ nostalgisch grüßen.

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