Kämpferherzen auf Auswärtstour

SV Darmstadt 98 zu Gast beim FC Ingolstadt

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Ständiger Unruheherd: Darmstadts Maurice Exslager (links) macht Marco Thiede vom SV Sandhausen schwer zu schaffen

Darmstadt - Erste Auswärts-Partie in den Zweiten Fußballbundesliga für den SV Darmstadt 98. Die Lilien sind zu Gast beim FC Ingolstadt. Beide Teams kennen sich noch aus Regionalliga-Zeiten. Von Dirk Beutel 

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Mit einem 1:0-Sieg über den SV Sandhausen  hat sich der SV Darmstadt 98 nach 21 Jahren zurück in der Zweiten Fußball-Bundesliga gemeldet. Stürmer Dominik Stroh-Engel  verwandelte einen Handelfmeter. Sandhausens Timo Achenbach  klärte einen Schuss mit der Hand auf der Linie und wurde von Schiedsrichter Robert Hartmann  vom Platz gestellt. Neu-Offensivmann Maurice Exslager  hatte neun Minuten nach dem Wiederanpfiff sogar das 2:0 auf dem Fuß.
Jetzt treten die Lilien am morgigen Sonntag beim FC Ingolstadt an – Anstoß im Audi Sportpark  ist um 13.30 Uhr. Ingolstadt ist eine Mannschaft, die sich mittlerweile in der Liga etabliert hat und die vergangene Saison mit ihrer besten Platzierung auf dem zehnten Rang abschloss. Die Qualität des Kaders konnten die Ingolstädter aufrechterhalten. Und das, obwohl man mit Caiuby, der zum FC Augsburg wechselte und Philipp Hofmann, der zum Ligakonkurrent 1. FC Kaiserslautern  ging, zwei wichtige Spieler den Verein verlassen haben. Doch man hat im Gegenzug interessante Neuzugänge gewinnen können. Allen voran den ehemaligen FSV´ler und australischen Nationalspieler Mathew Leckie, der in Frankfurt in 59 Spielen 14 Treffer erzielte. Als weiteren Stürmer wurde Lukas Hinterseer vom Admira Mödling verpflichtet.

Lilien müssen Nervosität schneller ablegen

Im Gegensatz zu den Lillien haben die Schanzer ihre fünfte Zweitliga-Saison in Folge mit einem Unentschieden begonnen. Gegen den FC St. Pauli gab´s am Ende ein 1:1. Jetzt soll daheim der erste Dreier her. Beide Mannschaften hatten schon in der Vergangenheit das Vergnügen. Zuletzt in der Saison 2006/07 in der Regionalliga Süd. Damals endeten beide Begegnungen jeweils mit einem 2:2-Unentschieden. Auch wenn die Darmstädter einen glänzenden Zweitliga-Start hingelegt haben, müssen sie am Sonntag ihre Nervosität wesentlich schneller ablegen als gegen Sandhausen. Fast 20 Minuten brauchte das Team von Trainer Dirk Schuster, um ins Spiel zu finden.

Insbesondere die Abwehrreihe um Kapitän Aytac Sulu, Michael Stegmayer, Romain Bregerie  und Sandro Sirigu  muss von Beginn an hellwach sein. Hoffnung macht Torwart Christian Mathenia. Der Neuzugang war in der vergangenen Woche immer zur Stelle und strahlte gerade in der hektischen Schlussphase die nötige Ruhe aus. Vorne müssen Stroh-Engel und Exslager auf Konter lauern. Und die Chancen könnten kommen, schaut man auf die Statistik: Vergangene Saison holte Ingolstadt daheim insgesamt nur 18 Punkte. Trotzdem: Die Darmstädter werden wie in der vergangenen Drittliga-Saison von Spiel zu Spiel ihre stärksten Waffen abrufen müssen, mit denen sie auch den überraschenden Aufstieg geschafft haben: Willen, Kampf, Leidenschaft.

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