Nach Pokalaus

Lilien empfangen alten Bekannten VfR Aalen

+
Dem Favoriten fasst den Rang abgelaufen: Wolfsburgs Robin Knoche (links) kann Lilien-Stürmer Dominik Stroh-Engel nicht abschütteln.

Darmstadt – Nach dem unglücklichen Pokalaus gegen den VfL Wolfsburg geht der SV Darmstadt 98 am Sonntag voller Selbstvertrauen in das Heimspiel gegen den VfR Aalen. Von Dirk Beutel 

Fast wäre ihnen wieder eine Sensation im Pokal gelungen, wie vergangene Saison gegen Borussia Mönchengladbach. Doch diesmal unterlag der SV Darmstadt 98 im Elfmeterschießen gegen einen blutarmen VfL Wolfsburg. Trotz der Niederlage herrscht Aufbruchsstimmung am Böllenfalltor. Schließlich hat man den deutschen Meister von 2009 und Champions League-Aspirant mit seiner Millionen-Truppe an den Rand des Ausscheidens gebracht. Das macht Mut für die Herausforderungen, die den Lilien auf dem Neuland Zweite Bundesliga noch bevorstehen.

Und da wartet am Sonntag mit dem VfR Aalen (Anstoß ist um 13.30 Uhr) ein alter Bekannter mit einer disziplinierten Defensive und guten Konterspielern: Bereits 18 Mal trafen die beiden Teams aufeinander. Es gab acht Aalener und vier Darmstädter Siege. Sechsmal trennte man sich unentschieden.

Beide Teams bisher ungeschlagen

In ihrer dritten Zweitliga-Saison geht Aalen wie die Lilien noch ungeschlagen in diese Partie. Dabei hielt Schlussmann Jasmin Feijzic bisher seinen Kasten sauber. Gegen RB Leipzig gab es ein torloses Remis, gegen den FC St-Pauli gewann man vor heimischem Publikum klar mit 2:0. Aalen hat sich mit den Neuzugängen Thomas Steinherr und Maximilian Welzmüller im Mittelfeld verstärkt, außerdem sollen Phil Ofosu-Ayeh, Arne Feick und Sebastian Neumann die Abwehrreihen stabilisieren. Im Angriff sollen die beiden neuen Stürmer Andreas Ludwig und Collin Quaner auf Torejagd gehen.

Lesen Sie auch:

Lilien wollen Wölfe zähmen

SV Darmstadt 98 nimmt Formen an

Der SV Darmstadt 98 hingegen hat gegen Wolfsburg nicht nur Selbstvertrauen getankt, sondern auch wichtige Erkenntnisse hinzugewonnen. Romain Brégerie hat sich zum Führungsspieler entwickelt und zeigte als Kapitän echte Leader-Qualität. Tormann Christian Mathenia erwies sich als sicherer Rückhalt und hielt im Elfmeterschießen immerhin gegen Naldo, der als sehr sicherer Schütze bekannt ist. Auch Fabian Holland machte seine Sache ordentlich gegen den Bundesligisten. Zumal die Hertha-Leihgabe auch einen Elfmeter ohne Probleme versenkte. Und: Die Mannschaft arbeitet Fußball. Die Lilien-Elf hat bewiesen, dass sie diszipliniert die taktischen Vorgaben von Trainer Dirk Schuster umzusetzen können. Zumal die Darmstädter in der Verlängerung gegen die Wölfe sogar noch die eine oder andere Chance auf dem Fuß hatten, beweist, dass die Jungs körperlich fit sind und ohne Probleme auch mal über die volle Distanz gehen können.

Mehr zum Thema

Kommentare