Daniel Fubel bringt den Rugby in den Taunus

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Rugby-Training für Kinder in Bad Soden. 

Bad Soden – Noch führt die Sportart Rugby ein Exoten-Dasein im Taunus. Der Bad Sodener Verein Ecole de Rugby um Trainer Daniel Fubel möchte dies ändern. Von Norman Körtge

„Die meisten Verwechseln uns erst einmal mit American Football“, sagt Daniel Fubel. Dabei habe der etwa in Neuseeland, Australien, England und Frankreich äußerst beliebte Sport nur relativ wenig damit zu tun. Im Gegensatz zu dem in den USA gespielten Football würden Rugbyspieler keine Helme sowie Schutzkleidung tragen und der Rugby-Ball dürfe nicht einfach nach vorne zu Mitspielern geworfen werden, sondern müsse auch in der Vorwärtsbewegung nach hinten gepasst werden, beschreibt der 21-jährige Fubel zwei wesentliche Unterschiede. Er selbst war in der zehnten Klasse durch ein Wahlpflichtangebot an der Sulzbacher Mendelssohn-Bartholdy-Schule auf Rugby aufmerksam geworden. „Bei dem Sport kann man seinen Körper richtig einsetzen“, erzählt der Student, der Rugby bei 1880 Frankfurt spielt und dort in der Zweiten Liga aufläuft.

Spaß am Tackeln

Daniel Fubel trainiert die recht unbekannte Sportart.

Fubel spielt aber nicht nur Rugby, er möchte den Sport im Taunus auch bekannter machen. Er und der Verein Ecole de Rugby haben sich dies zum Ziel gesetzt. Jeden Mittwochnachmittag trainiert Daniel Fubel auf dem Bad Sodener Sportplatz in Neuenhain seine Jungs. Zunächst die Acht- bis Zwölfjährigen, anschließend die Älteren bis hin zu den Erwachsenen. Noch steht das Training im Vordergrund. Am Ligabetrieb nehmen die Teams noch nicht teil. Aber eines steht fest: „Die haben einfach viel Spaß am Rennen und Tackeln“, berichtet Fubel von seinen jüngsten Rugbyspielern. Das Verletzungsrisiko sei auch nicht viel höher als beim Fußball. „Beim Tackeln gibt es klare Regeln. Einfach umrennen geht nicht“, sagt der 21-Jährige.Dementsprechend entspannt sitzen am Spielfeldrand auch Brit Eichhorn und Birgit Frommer. Ihre Söhne Marius, Jonas und Felix gehören zum Rugby-Nachwuchs. „Die können sich dabei richtig austoben“, meint Eichhorn. Und Frommer ergänzt:„Ich finde Rugby auf jeden Fall besser als Fußball. Beim Rugby kommt es noch mehr auf die Teamfähigkeit an.“

Daniel Fubel selbst fiebert derzeit einem Sportereignis entgegen, das in Deutschland nur wenig Beachtung finden wird. Am 9. September beginnt in Neuseeland die Rugby-Weltmeisterschaft. „Ich werde die Spiele im Internet verfolgen“, sagt Fubel.

Mehr Infos zu Ecole de Rugby unter Telefon  (0178) 2382574 oder auf der Facebook-Seite „Ecole de Rugby Bad Soden-Neuenhain“. Trainiert wird mittwochs von 16 bis 17.30 Uhr (U8 bis U12) und montags sowie mittwochs von 19.30 bis 21.30 Uhr (U14 bis Herren).

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