Crusaders Kronberg

Inlinehockey: Kaplan Simon Schade ist Vereinsvorsitzender

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Kaplan Simon Schade ist der Vereinsvorsitzende der Crusaders Kronberg.

Königstein/Kronberg – Er fühlt sich sowohl im schwarzen Talar als auch im gelb-schwarzen Trikot wohl: Simon Schade. Der Kaplan der katholischen Kirche in Königstein, Kronberg und Schloßborn ist nicht nur für die Seelsorge zuständig, sondern auch für die Inlinehockeyspieler der Kronberg Crusaders. Von Norman Körtge

Dass der Name Crusader (englisch für Kreuzritter) historisch belastet ist, weiß Simon Schade. „Uns ging es aber von Anfang an zum einen um unsere gepolsterte Ausrüstung, zum anderen um ritterliche Ideale wie Fairness und Anstand“, berichtet Schade von der Namensfindung. Außerdem gehöre das Kreuz zu einem kirchlichen Verein. Denn die Crusaders würde es ohne das Engagement von Kaplan Simon Schade nicht geben.

In Kanada zum Eishockey gefunden

Der heute 32-Jährige kam während seines Theologie-Studiums in Toronto mit dem kanadischen Nationalsport Eishockey in Berührung. „Da muss man einfach spielen. Obwohl ich vorher noch nie auf Schlittschuhen gestanden hatte“, erzählt der aus Wiesbaden stammende Schade rückblickend. Seine Begeisterung für das Spiel mit Puk und Schläger war da. Zurück in Deutschland verlagerte er sich mehr und mehr aufs Inlinehockey. „Es ist kein Eishockey auf Rollen“, stellt er klar, „es ist viel flüssiger, auch weil es im Spiel keine Abseitsregel gibt.“ Seine Begeisterung für den Sport legte sich auch nicht, als er 2009 zum Priester geweiht wurde.

Ganz im Gegenteil. Mit Messdienern aus den zusammengeschlossenen katholischen Gemeinden Königstein, Kronberg und Schloßborn traf er sich regelmäßig zum Inlinehockey spielen. Irgendwann standen sie dann vor der Entscheidung: Bleibt es bei dem lockeren Treff oder ziehen wir es groß auf? „Wir haben es groß aufgezogen“, berichtet ein freudestrahlender Kaplan.

Gründung im Oktober 2010

Die aktiven Spieler der Crusaders Kronberg sind im Alter zwischen sechs und 32 Jahren. Foto: nh

Die Entwicklung gibt ihm Recht. Nach der Gründung der Crusaders Kronberg im Oktober 2010 und dem Beitritt zum katholischen DJK-Sportverband stieg die Mitgliederzahl kontinuierlich an. Zirka 50 aktive Spieler im Alter zwischen sechs und 32 Jahren zählen die Kreuzritter regelmäßig, aufgeteilt in vier Teams: U13, U16, U20 und Senioren. Teilweise wird in einer Spielgemeinschaft mit der TSG Friedrichsdorf im Ligabetrieb gespielt.

„Es ist ein perfekter Sport, um sich auszutoben. Er ist schnell und hat auch eine gewisse Härte. Jeder der mitspielt weiß das. Es heult keiner, wenn er auf den Boden fällt“, spricht Schade von der Faszination Inlinehockey. Da es ein emotionaler Sport ist, gehe es natürlich manchmal auch hoch her. Doch die christlichen Wurzeln werden dabei nicht vergessen: „Teamgeist wird groß geschrieben. Und wenn etwas passiert, was nicht passieren sollte, dann reden wir darüber“, so Kaplan Schade.

Inlinehockey-Platz muss saniert werden

Trainiert wird im Winter in der Halle des Taunusgymnasiums in Königstein, im Sommer auf der Anlage in Kronberg-Oberhöchstadt. Den Platz will der Verein in den nächsten Monaten für etwa 50.000 Euro grundlegend sanieren. „Der Boden dort ist so uneben, dass wir dort zurzeit mit einem Ball statt eines Pucks spielen“, sagt Schade. Bei der Finanzierung setzt er auch auf die katholischen Gemeinden, in deren Leben die Crusaders immer wieder Präsenz zeigen. „Wenn wir gemeinsam in einen Gottesdienst gehen, haben wir unsere gelben Trikots an. Das fällt dann schon sehr auf“, erzählt Schade freudig.

Mehr Infos unter www.crusaders-kronberg.de oder (0152) 28632125.

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