Da Costas Standards als eine der OFC-Waffen

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Elton da Costa spielt für die Kickers, wohnt aber in Darmstadt.

Offenbach – Sein Jubel wird im Falle eines Torerfolgs verhalten sein – sagt er. Elton da Costa, Spielmacher der Offenbacher Kickers, stand für den Konkurrenten SV Darmstadt 98 satte 89 Mal auf dem Platz, schoss dabei 22 Tore. Auf fünf Tore und vier Vorlagen kam er in dieser Saison bereits für den OFC. Von Jens Dörr

Gute Erinnerungen an seine Zeit in Darmstadt – nach wie vor sein Wohnort – hat er vor dem heutigen Derby (14 Uhr, live im Hessenfernsehen). Und Respekt vor den „Lilien“, „aber keine Angst“.

Die muss der OFC auch nicht haben, sammelte er bislang doch acht Zähler mehr als die 98er (bei einem Spiel mehr). Gegen Aalen (2:1) habe man angesichts der schwachen Leistung „Glück gehabt“, meint Elton da Costa. Der 31-jährige Brasilianer glaubt aber auch, „dass wir solche Spiele nicht zwei Mal hintereinander machen“. Er werde jedenfalls alles geben. Die Kickers-Fans sowieso, „die sind unheimlich laut“. Unter den 15.000 Zuschauern im ausverkauften Böllenfalltor-Stadion (aus Sicherheitsgründen reduzierte Kapazität) werden die rund 2000 Offenbacher dennoch in der Minderheit sein.

In das Spiel gehe man jedenfalls „mit breiter Brust und hochkonzentriert“, sagt da Costa, der „viele Sticheleien“ auf und neben dem Platz erwartet. Über Darmstadt denkt er: „Die werden kompakt stehen.“ Die „Lilien“ wissen unterdessen, dass sie wegen da Costas gefährlicher Eckbälle und Freistöße nicht allzu viele gegnerische Standards in Nähe des eigenen Tors zulassen dürfen.

Hoffen auf krawallfreie Partie

Kickers-Coach Arie van Lent, mit Dieter Müller zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den 98ern ins Darmstädter „Maritim Konferenzhotel“ gekommen, hofft, „den Trend fortsetzen und spielerisch zulegen zu können“. Dass Markus Husterer angeschlagen ist und hinter dem Einsatz ein Fragezeichen steht, hält Darmstadt-Trainer Kosta Runjaic für einen Bluff: „Ich gehe davon aus, dass er sich das nicht nehmen lassen wird.“

Offenbachs Präsident Dieter Müller betont unterdessen, dass er ein „immer gutes Verhältnis“ zu Darmstadt 98 hatte und hofft, dass alles friedlich vonstatten gehen werde. „Es ist ja erschütternd, was zuletzt da abgelaufen ist“, spricht er Krawalle in diversen Ligen und Stadion der Republik an – in dieser Saison schon dreimal auch unter Beteiligung von Darmstädter Chaoten (gegen Osnabrück und Bielefeld sowie in Erfurt).

Während auf Offenbacher Seite voraussichtlich Thomas Rathgeber, Nicolas Feldhahn, Daniel Gunkel und Christian Telch nicht dabei sein können, fallen bei den 98ern Oliver Heil und Christian Beisel aus. Hoffnung zumindest auf einen Platz im Kader können sich inzwischen die im Aufbau-Training stehenden Jannik Sommer (OFC) und Markus Brüdigam (SVD) machen.

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