Frankfurter Max Coga startet durch

MMA: Königsdisziplin des Kampfsports

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Max Coga beim Training: „Beim Üben achten wir darauf, uns nicht hart zu verletzen."
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Frankfurt – Schlagen, treten, boxen, hebeln – Max Coga beherrscht alles. Der Frankfurter gehört zu Deutschlands besten Mixed Martial Arts-Kämpfern und ist als Profi in aller Welt unterwegs. Von Ronny Paul

Bisher ist Max Coga immer mit einem blauen Auge davon gekommen: „Natürlich gehören Blessuren und kleinere Verletzungen zu unserem Sport dazu“, erklärt der 25-jährige Frankfurter. „Auch blaue Augen und leichte Platzwunden sind nichts ungewöhnliches. Aber eine richtig schlimme Verletzung hatte ich noch nie.“ Doch ihm sei klar, dass im Kampf immer das Maximale passieren könne. Coga lebt seit vier Jahren seinen Traum. Er ist Profi in der Disziplin Mixed Martial Arts (MMA), einem modernen Vollkontaktwettkampf, bei dem Techniken aus nahezu allen Kampfsportarten erlaubt sind und angewendet werden. Boxen, Ringen, Karate, Judo oder Brazilian Jiu-Jitsu – all das beherrscht der 25-Jährige. Zumindest lässt das seine Wettkampfbilanz als Profikämpfer vermuten: Bei bisher zwölf Wettkämpfen stieg Coga neunmal als Sieger aus dem Ring beziehungsweise aus dem Käfig. Dabei ist er schon viel in der Welt herumgekommen, hat unter anderem in Russland, Dänemark und in England gekämpft.

Die Vorbereitung auf einen Kampf dauert zwei Monate

Max Coga mit seinen drei Champion-Gürteln.

Coga: „Schon immer liebe ich Kampfsport.“ Bereits im zarten Alter von sechs Jahren versucht er sich im Karate, mit zehn Jahren entdeckt er seine Leidenschaft für Judo, mit 18 Jahren beginnt er mit Thai-Boxen. Da erscheint es logisch, dass er nach dem Abitur alles zusammenwirft und mit Mixed Martial Arts startet. Sein Ehrgeiz treibt ihn in die Welt: „Ich war einige Male in Brasilien und habe mich im Bodenkampf weiterentwickelt.“ Mit 19 Jahren erlernt er in Los Angeles bei Eric Poulsen, einem der renommiertesten MMA-Trainer der Welt, die Feinheiten der Kampfsport-Königsdisziplin. „Ich habe ständig den Drang mich weiter zu entwickeln“, sagt Coga, der seine Kämpfe mittlerweile ausschließlich für die russische MMA-Organisation „M-1 Global“ austrägt. Für den Profivertrag hat er sogar sein Sport- und Betriebswirtschaftsstudium an der Frankfurter Goethe-Universität auf Eis gelegt und trainiert jeden Tag mindestens vier Stunden: „Ich habe drei bis vier Wettkämpfe im Jahr. Allein die Vorbereitung auf einen Kampf dauert zwei Monate“, sagt Coga. Da er in der Gewichtsklasse Federgewicht antritt, muss er vor jedem Wettkampf Diäten einlegen: „Einen Tag vor dem Wettkampf geht’s auf die Waage. Da muss ich bei 65,8 Kilogramm sein“, sagt Coga und gesteht, dass er zwar sehr gerne esse, aber als Profi nicht um eine ausgewogene Ernährung umhin komme.

„Mein Ehrgeiz treibt mich nach vorne“, sagt der 25-Jährige. Seine drei Champion-Gürtel scheinen da nur der Anfang zu sein. Damit es noch mehr werden, verbringt Coga den Großteil des Tages bei MMA-Spirit in Frankfurt an der Hanauer Landstraße. Coga: „Wenn ich nicht selbst trainiere, gebe ich hier MMA-Kurse für Kinder und Frauen.“ Im Frankfurter MMA-Verein werde immer mit ausreichend Schutz im Gesicht und Unterleib trainiert. Coga: „Im Training kommt es eigentlich nie zu großen Verletzungen.“

Davon, dass MMA gar nicht so brutal ist, können sich Interessierte am Sonntag, 17. August, ab zehn Uhr bei der MMA-Spirit-Jahresfeier überzeugen und es sogar selbst ausprobieren. MMA-Spirit ist auf der Hanauer Landstraße 291 in Frankfurt.

Ronny Paul

Ronny Paul

E-Mail:ronny.paul@op-online.de

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