Erstes Heimspiel 2016 für die Eintracht

Nach Horror-Hinrunde: SGE will den Neustart

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Marco Russ (links) im Trainings-Zweikampf gegen Aleksandar Ignjovski.
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Frankfurt - Der Resetknopf wurde gedrückt, jetzt müssen Taten folgen. Beim ersten Heimspiel der Saison gegen Wolfsburg wird sich zeigen, ob die Eintracht die desaströse Hinrunde vergessen lassen kann. Von Oliver Haas

Der Ball in der Rückrunde rollt noch nicht, doch bereits vor dem ersten Heimspiel des Jahres gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag müssen die Fans der Frankfurter Eintracht einen gehörigen Dämpfer einstecken: Vor allem aufgrund der Ausschreitungen beim Derby gegen Darmstadt, als Fahnen verbrannt wurden, Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen wurden und es beinah zu einem Platzsturm kam, wurde der Verein und seine Anhänger drastisch bestraft. Neben der Geldstrafe von 75.000 Euro für die Eintracht, muss der SGE-Fanblock beim Rückspiel in Darmstadt am 32. Spieltag leer bleiben. Somit gibt´s keine Auswärts-Unterstützung für die Eintracht beim vielleicht entscheidenden Abstiegsspiel. Auch für das Heimspiel gegen Stuttgart am 6. Februar bleibt Block 40 in der Commerzbank-Arena ohne die stimmgewaltigen Zuschauer. Zur Strafe gehört ebenso, dass sämtliche Choregrafien und auch die großen Blockfahnen bis zum Ende der Saison verboten sind.

Mexikaner Marco Fabian vor der Bundesliga-Premiere

Sportlich will die Eintracht freilich ein anderes Bild zeigen, als in der Hinrunde. Hoffnung setzt Trainer Armin Veh auf die drei Neuzugänge, die die Eintracht in der Winterpause verpflichtet hat. Im Mittelfeld soll der Routinier Szabolocs Huszti über links für Wirbel sorgen. Vor allem auf seiner Stärke am ruhenden Ball liegen die Hoffnungen der SGE-Fans. Noch größer ist sicher die Erwartung vor der Bundesliga-Premiere des Mexikaners Marco Fabian, der als Zehner wohl hinter den Sturmspitzen Alex Meier und Haris Severovic spielen wird. Das Comeback in der Innenverteidigung gibt möglicherweise Carlos Zambrano. Der eisenharte Verteidiger hatte sich beim Derby gegen Darmstadt am 6. Dezember einen Muselfaserriss zugezogen und wurde seitdem schmerzlich vermisst. Unter der Woche konnte er zumindest wieder trainieren und hinterließ einen guten Eindruck. Überhaupt war die Personalie Zambrano in dieser Woche sehr präsent. Denn: Es kursierte die heiße Meldung, dass die Eintracht den 26-jährigen Peruaner noch in der Winterpause an Schalke 04 verlieren könnte. Er sei als Ersatz für Knappen-Kapitän Benedikt Höwedes geplant gewesen, der nach einem Sehnenriss einige Monate ausfallen wird. Doch weder der Spieler selbst, noch die Eintracht konnten diesem Gerücht Nahrung geben, so dass Zambrano wohl zumindest bis Ende der Saison am Main Fußball spielen wird.

Schlechte SGE-Heimbilanz gegen die Wölfe

Eintracht-Mittelfeldspieler Joel Gerezgiher wechselt hingegen auf Leihbasis bis 2017 zum Stadtnachbarn FSV. Der 20-Jährige soll laut Manager Bruno Hübner bei seinem Ex-Jugendverein Spielpraxis sammeln. Gegner Wolfsburg muss um Mittelfeldspieler Luiz Gustavo und Maximilian Arnold bangen, die beide an Knieproblemen laborieren. Auch Torhüter Diego Benaglio liegt mit einem fiebrigen Infekt flach. Statistisch spricht vieles gegen die Frankfurter Eintracht. Der letzte Heimsieg aus neun Spielen war 2010. Damals traf Theofanis Gekas beim 3:1 gleich doppelt. Hoffnung für die SGE-Fans: Der VfL Wolfsburg steht in der Auswärtstabelle mit sechs Punkten auf Platz 17 und hat in der Ferne bislang nur mickrige vier Törchen geschossen.

Oliver Haas

Oliver Haas

E-Mail:oliver.haas@extratipp.com

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